senk ju vor träwelling - Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen
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1. Fahrt von Leipzig nach Berlin von Maria Quaas

Leider entdeckte ich das Buch "senk ju vor träwelling" erst ein Jahr nachdem ich auf die Deutsche Bahn angewiesen war! Trotz dessen is es jetzt sehr schön, diesen kleinen Reiseführer immer mit sich zu tragen!
Mehr Spaß macht es sogar, das Buch im ICE zu lesen und die netten Blicke der Bahnbegleiter zu beobachten:)

Nun meine Geschichte:
Ich war mal wieder auf dem Heimweg von ALtenburg nach Berlin. Hierbei sei mir aber der Einwurf gestattet, dass die Regionalbahnen(wie schäbig sie auch aussehen mögen) bei mir immer pünktlich abfuhren!
An diesem Sonntag hatte mein ICE nur eine Verspätung von 10 Minuten. Da sich aber somit auch die Abfahrten der anderen Züge verschieben könnte, fuhr mein ICE wieder am AUßenbahnsteig ab! Problem hierbei, wie Wagenreihung passt nicht mehr zu den Buchstaben! Somit steigt man prinzipiell im Wagon 27 ein, obwohl man im Wagen 21 seinen Sitzplatz hat! Dementsprechend kämpft man sich zwischen Bundis und diverse Rentner durch mehrere Abteile!
Nach gefühlten 3 Tagen (Übertreibung macht bekanntlich anschaulich :D)erreichte ich meinen Sitzplatz im Wagon 21, Platz 104!
Sogar Fensterplatz mit Tisch! Also setzte ich mich hin, machte meinen Ipod an und versuchte die Fahrt zu genießen...und vor allem die Ruhe! Plötzlich stand ein Renterehepaar samt Enkelin vor mir! DIe Frau regte sich sehr energisch darüber auf, dass ich ihren Sitzplatz blockiere!
Frau:" Da ist man mal für eine halbe STunde im Bordrestaurant, da kommt man wieder und der Sitzplatz ist weg!"
Ich:" Ich sehe hier kein Problem, hier sind noch 3 Sitzplätze frei, sie sind 3 Leute. Ich rutsche gern an den Gangplatz, dass ihre Enkelin am Fenster sitzen kann."
Frau:" Ich finde das eine Frechheit. Ich hole gleich das Bordpersonal! Das sind unsere Sitzplätze!"
Ich:" Ich weiß nicht, was sie haben. Es sind immer noch 3 Plätze frei!Ich verstehe überhaupt nicht, wo ihr Problem liegt!"
Frau:" Jetzt reicht es! Helmut (Name des Mannes wurde von mir aus erinnerungstechnischen Gründen geändert) sag du doch auch mal was! Ich hole jetzt jemanden vom Bordpersonal!"
Ich:" Moment, den weg können sie sich sparen! Wir sind hier im Wagon 21, oder? Und der Platz auf dem ich sitze, ist Platz NR.104?!"
Fraú:" JA!!!"
Ich(zückte mein Ticket und zeigte es ihr):" Gucken sie mal!Das ist ja mein SItzplatz, für den ich sogar Geld gezahlt hab! Also entweder setzen sie sich jetzt hin, oder sie suchen sich einen anderen Platz für 3 Leute, den sie nich finden werden. Ich bleib hier sitzen!"
Nach 5-minütiger Diskussion mit ihren Mann setzten die 3 sich widerwillig hin!
Ich sollte hier vielleicht noch erwähnen, dass die Enkelin (vielleicht 5 oder 6 Jahre alt) einen halben Weinkrampf bekam und bis Berlin nicht damit aufhörte!
Ipod und der Musik sei Dank, habe ich akkustisch davon nicht viel mitbekommen. Die anderen Anwesenden schon.<br /
 

2. Störung im Betriebsablauf, oder "Wo ist denn der Lokführer?" von Bernd

Hallo,
ich hatte am 16.08.2010 das Glück mit der RB30287 von Ingolstadt Hbf nach München Hbf zu fahren. Ich muss dazu sagen, ich bin Berufspendler mit der Bahn und schon einiges gewöhnt.

Also es begann eigentlich alles ganz normal, der Zug kam am 16.08.2010 um 16:24 pünktlich in Ingolstadt an und ich bestieg den 1ten Wagen (Steuerwagen) der RB und setzte mich oberhalb des Führerstandes hin. Nach ein paar Minuten, der Zug hätte bereits seit 5 Minuten unterwegs sein müssen, kam die Durchsage vom Schaffner (Zugbegleiter):"Wegen einer Störung im Betriebsablauf verzögert sich die Abfahrt um wenige Minuten!" Ich hatte allerdings schon kurz vorher mitbekommen, wie der Lokführer, der den Zug bis Ingolstadt gefahren hatte, mit seiner Dienststelle angeregt telefonierte und anbot den Zug weiter zu fahren, da die Ablösung nicht da sei. Er bekam allerdings zu hören, dass er den Zug nach Günzburg nun zu fahren habe und der Ersatz vom Ersatz bereits unterwegs wäre. Nun gut, 19 Minuten nach der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit des Zuges setzte sich jener mit dem Ersatz-Lokführer in Bewegung Richtung München.
Die Fahrt verlief dann bis Reichertsahausen ohne weitere Probleme. Kurz vor Erreichen des Haltes Reichertshausen kam die Durchsage: "Wegen einer Überholung eines Fernverkehrszuges (ICE) verzögert sich die Weiterfahrt um weitere 5 Minuten! Als der Zug dann in Reichertshausen angehalten hatte, sah ich, wie der Lokführer "fluchtartig" seinen Führerstand verließ und auf den gegenüberliegenden Bahnsteig (Richtung Ingolstadt) ging. Auf meine Nachfrage beim Zugbegleiter, ob denn nun schon wieder kein Zugführer mehr da sei, bekam ich zu hören: "Ja, die von Oben haben sich da was ausgedacht und nun würde im Gegenzug von München ein Lokführer sitzen, der unsere RB dann nach München weiter fahren soll!" Mir schwoll inzwischen mächtig der Kamm, da ich einen Termin in München hatte und eh schon 1 Stunde früher losgefahren war um meinen Termin halten zu konnen. Man kennt ja die Bahn und das Einhalten der Zeiten.

Nach einem Handygespräch mit meinem Terminpartner in München, natürlich nicht leise, damit auch die anderen Fahrgäste mitbekommen, was sich die Bahn hier wieder erlaubt, wurde die Stimmung im Wagen immer gereizter und die ersten lauteren Unmutsäusserungen wurden durch den Dosto gerufen.

Nach weiteren ca. 10 Minuten führ der Gegenzug in Reichertshausen ein und ganz gemähchlich kam ein Mann mit blauer Uniform und roter Warnweste daher geschlendert und outete sich schließlich als der Retter, der in München mobil gemacht wurde.
Kurzum, ich erreichte schlussendlich mit einer Verspätung von 29 Minuten, bei einer planmäßigen Fahrzeit von 64 M inuten den HBF in München. Meinen Termin hatte ich inzwischen nach hinten verschoben und die Deutsche Bahn hat mal wieder für ungläubiges Kopfschütteln gesorgt!
 

3. Die Bahn versaute mein WE von KillerCat

Mein Erlebniss der besonderen Art ist schon ein paar Jahre her (es gab noch die DM) und ärgert mich immer noch.

Ich wohnte in München, meine neue Freundin in Thüringen. Wir hatten uns verabredet das Wochenende bei ihr zu verbringen. Das Problem : sie wohnte im tiefsten Thüringen, der Bahnhof hatte nur ein Gleis (für beide Richtungen) und auf der Landkarte muss man wissen wo man Suchen muss.

Frohen Mutes ein Ticket in München besorgt (unglaublich teuer, soweit ich noch weiss >200 Mark) und in den Zug gesetzt. 4 mal umsteigen, aber ok.

Das Drama nimmt seinen Lauf. Zugverspätung. 1. Umstieg mehr mit Hängen und Würgen, Hauen und Stechen geschafft als sonst was. 2. Zug. Mitten auf der Strecke, der Zug wird langsam, und langsamer, immer langsamer. Steht. Und steht. Keine Infos. Irgendwann schleppt der Zug sich dann im Fussgängertempo (nicht übertrieben!) in den Bahnhof. Der nächste Anschlusszug praktisch schon weg, der auch noch am falschen Gleis steht....
Eine freundliche (?) Bahnmitarbeiterin gefragt wo denn der Zug nach X steht, ist es der richtige? Ja, ja, Gleis Y ist schon richtig. Voller vertrauen in den Zug gesetzt. Station um Station zieht vorüber. Moment!? Diese Stationen stehen gar nicht auf dem geplanten Fahrplan. Mitreisende gefragt... und natürlich es war der VÖLLIG falsche Zug der mich ins nirgendwo transportierte. Am nächsten Bahnhof raus. Mitten in der Einöde. Zug zurück? in 2 Stunden.... Handyempfang? Fehlanzeige. Und schon 3 Stunden nach der verabredeten Zeit. Es wurde schon langsam dunkel.... Am vorherigen Bahnhof endlich wieder angekommen empfängt mich die Dame von der Bahn mit ihrem Zuckersüssestem lächeln und fragt mich glatt wie meine Verabredung war, ob alles geklappt hat. Für einen Moment fragte ich mich ob ich mit einem Mord wegen Notwehr durchgekommen wäre.

Mein Wochenende war versaut, ich war am verzweifeln, meine Freundin enttäuscht wieder alleine nach Hause. Also fuhr ich wieder unverrichteter Dinge nach München zurück. (der nächste Zug zum richtigem Bahnhof fuhr erst am nächsten Tag!)

Danke Bahn für die unfreiwillige Odyssee für die ich auch noch bezahlen durfte und die nur frustriert und geärgert hat.

Der Gipfel war aber das Personal das einen ABSICHTLICH in den falschen Zug schickt.
 

4. RB27 von Svenja Iven

Ich fahre mindestens dreimal pro Woche mit der RB27 (Mönchengladbach-Koblenz) von Pulheim nach Köln und hoffe jedes mal, wenn mich der Zug pünktlich in Köln ausspuckt, er möge mich doch bitte ebenso pünktlich in Pulheim wieder absetzen, damit ich meinen Bus nach Hause noch erwische. Über vier Jahre geht es nun so und keiner der beiden Fahrpläne (weder RB27 noch die Buslinie) wurden geändert. Dennoch verpasste ich im ersten Jahr 1/6 aller Busse, weil der Zug mehr als 15 Minuten aber leider nie die erforderliche Verspätung für eine Entschädigung erreichte. Im zweiten Jahr verpasste ich schon 1/4 aller Busse und beschwerte mich bei der deutschen Bahn über die Probleme der Gleisbelegung in Köln durch den permanentverspäteten Zug nach Aachen (oh ja einige werden ihn kennen und sind dann auch die, die den Zug durch Türe aufhalten an der Abfahrt hindern, damit er auch ja nicht pünktlich den HBF Köln verlässt). Zwei Wochen später fuhr tatsächlich die RB27 vor dem RE1 auf dem Gleis ein und ich kam pünktlich nach Hause. Dennoch beschwerten sich wohl Aachener Fahrgäste, dass nun ihr Zug unpünktlich käme und die Bahn bevorzugt seitdem wieder den Aachener, der immernoch permanent mit Verspätung glänzt. Seit dem zweiten Jahr Zugfahren habe ich aufgehört zu hoffen einen Bus zu erreichen, auch nicht den letzten der 3 Stunden nach dem Zug fahren würde, den ich nehmen würde, wenn er denn käme, sondern ich bin aufs Fahrrad umgestiegen, das wartet notfalls auch bis 3 Uhr Mitternacht in Pulheim auf mich, wenn ich mit Straßenbahn, Mitfahrgelegenheitund ähnlichem den Pulheimer Bahnhof erreicht habe. DANKE DEUTSCHE BAHN DAS ICH NOCH GESÜNDER LEBE UND DANKE AN ALLE AACHENER DIE ES VOLLKOMMEN IN ORDNUNG FINDEN DAS IHR ZUG NIE PÜNKTLICH IST UND DESWEGEN AUCH NICHT WOLLEN DAS WER ANDERS PÜNKTLICH ZU HAUSE ANKOMMT!!!
 

5. Mein sch&ouml;nstes(!) Bahnerlebnis von Asis Douma

Nur vorneweg: Ich bin Pendler und fahre daher jkeden Morgen mit der S6 Köln Richtung Düsseldorf. Für alle nicht eingeweihtn: es ist wahrscheinlich die unzuverlässigste, schmutzigste und überlastetste Nahverkehrsstrecke der Republik.
Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes Erzählen:

Im vergangenen Jahr machten meine Freundin und ich Urlaub auf Rügen. Aus Kostengründen entschieden wir uns mit der Bahn zu reisen. Kostengründe? Jahaa, man kann tatsächlich günstig mit der Bahn fahren, natürlich muss man mindestens 6 Monate vorher wissen wann man womit wohin will aber das wisst ihr ja. Wir nutzten die beliebten Tchibo-Tickets.
Mein erster Kulturschock: Die Tchibo-Tickets funktionieren so: man kauft für etwa 160,- EUR sechs Einzelfahrten, erwachsenen, 2. Klasse. Dafür bekommt man eine Art Blanko-Fahrschein, man trägt vor (!) Fahrtbeginn Start- und Zielort ein (Bahnhof, Stadt was auch immer) und fährt los. Keine Reservierung, keine Wartezeiten in den Schlangen de (WarteAuf)Reisezentrums, nur eintragen und ab. Und man höre und staune: das hat funktioniert. Ich hatte erwartet dass die Angestellten der Bahn die Validität der Tickets anzweifeln würden aber das war nicht der Fall. Da ich schon mal öfter mit der Bahn fahre und immer versuche die "Spar"preistickets zu erhaschen, weiß ich dass man sich um diese frühestens 99 Tage vor Abfahrtstermin bemühen kann, das Kontingent aber in etwa 98 Tage vor Fahrtantritt ausgeschöpft ist. (Ab 29,- EUR bin ich übrigens no NIE durch Deutschland gefahren. Liegt vielleicht daran dass ich mit einer halben Fahrkarte Buxtehude bis ReitimWinkel, abfahrt 5:02 Ankunft 23:27 nichts anfangen kann.)
Liebe DB: Warum nicht immer so?
Der zweite Kulturschock:
In McPomm (Mecklenburg Vorpommern) gibt es eine Privatbahn Namens Connex. Mit dieser sind wir von Rügen nach Berlin gefahren. Nun der Hammer; Auf Grund unserer völligen Orientierungslosigkeit habe ich mich entschlossen eine Bahnmitarbeiter um Rat zu fragen, nach meine Erfahrungen aus dem Rheinland mit wenig Hoffnung auf Erfolg, und siehe da: Der Mann war nicht nur ausgesprochen Höflich sondern kannte sich auch noch aus. Im (pünktlichen!) Zug ein ähnliches Erlebnis. Ein Servicemitarbeiter quetschte sich durch den Waggon und fragte in die Runde ob jemand was trinken möchte. Meine Freundin überlegte einen Kaffee zu nehmen. Ich riet ihr davon ab, das ich auch schon im ICE Kaffee getrunken hatte, 2,50 EUR für eine kleine Plastiktasse mit kaltem, laschen Braunwasser. Hinter uns hielt es einer nicht aus und orderte einen Orangensaft. Und jetzt das Wunder: Der Servicemitarbeiter kehrte zurück zu seinem Wagen, holte die 0,2l Flasche Granini, überreichte sie und sagte "Einen Euro bitte". Daraufhin bestellten wir auch Kaffee, und siehe da der kostet auch einen Euro, kam in einem großen Plastikpott und war heiß und schmackhaft.
Leibe DB: Warum nicht auch so?
 

6. 3-S-Zentrale - Hier wird Ihnen geholfen von Eva

Wir waren nach einem Reitturnier im Frühjahr 2009 gegen 20 Uhr auf dem Weg von Dortmund nach Oberhausen mit der S2. Kurz vor Essen-Altenessen kam die Durchsage, dass der Zug vor uns mit Steinen beworfen wurde und daher unser Zug in Altenessen enden würde. Ein Schienenersatzverkehr werde eingerichtet. Also in Altenessen alle raus, ein kleines Grüppchen blieb stehen und wartete auf den Schienenersatzverkehr. Leider war nach gut 30 Min. noch nichts in Sicht. Einer von uns ging deshalb wieder hoch zum Bahnsteig und fragte den Zugbegleiter von unserer vorhergehenden S2, die dort immer noch stand, nach dem Schienenersatzverkehr. Der Zugbegleiter antwortete, er wüsste von nichts, kurze Zeit später fuhren er und die S2 wieder zurück nach Dortmund.
Wir blieben alleine in Altenessen zurück, unter uns auch ein älteres Ehepaar und eine junge Frau, die noch weiter nach Voerde mussten.
Inzwischen war es 22 Uhr. Nach einem recht warmen Tag wurde es jetzt doch empfindlich kühl(wir waren auch nicht für einen längeren Freiluftaufenthalt gekleidet)und außerdem war der nächste Tag ein Montag - also Arbeitstag. Wir schauten auf ein Plakat und entdeckten dort die Nummer der 3-S Zentrale in Essen, wo einem bei Problemen und Fragen rund um die Bahn geholfen werden sollten.
Dort riefen wir (natürlich auf unsere Kosten) an. Nach endlosen Frei-Zeichen meldete sich ein unfreundlicher Herr, der meinte, er wüsste nichts von einem mit Steinen beworfenen Zug und auch nichts von einem Schienenersatzverkehr. Er würde sich aber drum kümmern.
Nach weiteren 30 Min. in denen nichts passierte, außer, dass es noch kälter wurde, riefen wir noch einmal an. Dieses Mal waren wir, verständlicher weise, etwas sauer. Der immer noch unfreundliche Mann wusste immer noch nichts und auf unseren Hinweis, dass es uns jetzt langsam reichen würde, blaffte er " sie wollen doch hier was von mir (!!!!)" und LEGTE AUF! Danach ging er auch nicht mehr ans Telefon.
Wir stellen immer wieder Überlegungen an, uns selber Taxen zu organisieren aber die Hoffnung auf einen auftauchenden Schienenersatzverkehr hinderte uns daran.
Gegen 23.30 Uhr war die Streckensperrung aufgehoben und ein neuer Zug kam vorbei, in den wir uns bibbernd und tod müde setzten um endlich nach Hause zu fahren.
Kuz vor der Abfahrt sahen wir dann unten am Taxistand den Schienenersatzverkehr in Form von 5 Taxen eintreffen. Leider zu spät.
 

7. Senk ju vor slieping von Didier

«Im Traum ans Ziel» lautete ein Slogan der alten Bundesbahn. Im Falle der CNL 450/451 müsste es in Anbetracht des Preises für die erste Klasse heissen: Im Albtraum ans Ziel.
Keine Toilette im Wagen (senk ju vor pissing), Speisewagen arbeitsunfähig und deshalb zu Hause geblieben.
Dass dann der über Nacht dazugekommene Speisewagen in Hannover wieder abgehängt wurde, entdeckten wir nur durch Zufall: Ein orange Agent der DB hantierte zwischen unserem Schlafwagen und dem Speisewagen, in welchem wir versuchten, den knurrenden Magen zu besänftigen. Dann blieb nur noch Hinausstürzen und in unseren Wagen sprinten. (Wir wollten nämlich in die Reichshauptstadt und nicht an die Alster)
Angesagt hatte diese Operation niemand, dafür trompetete der Lautsprecher später, dass wir nun auf der Schnellfahrstrecke (was war das vor Hannover gewesen?) rollten. Na so besonders sind 200 km/h auch nicht, unsere eventuell davongefahrene Gepäck schon.
Im Ostblock war's nicht schlimmer. Informationen waren da auch knapp, dafür gab es in den Schlafwagen zwei Toiletten und meist auch Speisewagen.
Als wir wieder nach Hause fuhren (hatten schöne Tage in Berlin) war der Speisewagen immer noch krank und die sich urplötzlich öffnenden und mir gegen den Kopf knallenden Schranktüren im gang auch nicht repariert. Dafür war die Toilettenlage etwas etwas entspannter. Senk ju vor pissing.
Als wir auf der Gare de l'Est in Paris den Querbahnsteig entlang gingen, fühlten wir uns besser. Wir waren zu Hause und noch einmal gerade so davon gekommen.
Senk ju vor staing ät houm.
Didier, Lille, Frankreich

 

8. Verschlossene Türen von Fabian

Also schlimme Erlebnisse hatte ich nach 60.000 Bahn-Kilometern jährlich schon viele. Zum Beispiel konnte mir schon Wochen vorher gesagt werden, dass ein Zug "Störungen am Triebfahrzeug" haben werde, am Ticketschalter war es aber eine Fahrplanänderung...
Auch interessant vor wenigen Wochen in Göttingen. Gegenüber sollte in Kürze der um 2 Stunden verspätete IC nach Hamburg-Altona einfahren, jedoch seien die Wagen mit den Nummern ...4-8 leider verschlossen, man solle bitte in einen Wagen mit geöffneten Türen steigen.
Interessant auch wie letzten Sommer, es war ca. 35 Grad warm auf der Tunnelstrecke im IC nach Passau Licht UND Klimaanlage ausfiel.
Den IC musste ich wählen, da der geplante ICE ausfiel.
 

9. AW auf Theresa von Nico

Hallo Theresa,
solche Erfahrungen habe ich auch shcon gemacht. Allerdings mehr im Sommer wegen Triebfahrzeugsstörungen als im Winter. Einmal musste ich aus einem kaputten IC im Bahnhof Wunstorf (wo er normalerweise nicht hält) in einen anderen ICE einsteigen, der dort zusätzlich hielt. Im Zug kam dann noch von dem Zugchef folgende Durchsage mit vorwerfender Stimme:
"Sehr geehrte Fahrgäste, unser Zug hat hier in Wunstorf einen außerplanmäßigen Halt eingelegt. Der Grund war, dass wir Fahrgäste aus einem kaputten IC aufnehmen mussten. Deshalb erreich wir Hannover Hbf mit ca. 15 Min. Verspätung. Wegen Ihren Anschlussmöglichkeiten informiere ich Sie noch rechtzeitig."
Ebenso wurde man von den im ICE sitzenden Fahrgästen ziemlich schräg angeguckt, weil man ja einer dieser "blöden Fahrgäste" war, wegen denen der Zug 15 Min. Verspätung hatte.
Mfg Nico
 

10. Zugfahrn bei Unwetter von Theresa Hartmann

Hallo!
Zugfahrn bei Unwetter ist nicht anzuraten. Einmal stand ich am Bahngleis und mein Zug kam und kam nicht. Er sollte um 13.34 Uhr abfahren. Die Ansage um 13.45 lautete dann: "Die Abfahrt des Zuges nach Nürnberg an Gleis 8 war um 13.34 Uhr!" Die Betonung liegt auf "war". Aber wann er endlich kommen sollte wurde nicht durchgesagt. Das andere mal wollte ich von Homburg nach Hanau und das im Februar als es so gestürmt hatte, und in Frankfurt alles gesperrt war. Als dann mal einZug nach Frankfurt ging hatte ich folgende Durchsagen im ICE immer wieder vernommen:
"Achtung, in Kürze erreichen wir Riedstadt-Goddelau. Aufgrund der kurzen Bahnsteige können nur Passagiere der ersten 7 Waggons aussteigen. - Bitte steigen Sie nur aus, wenn sie einen Bahnsteig vor sich haben. - Bitte fallen sie nicht ins Kiesbett. - Wir halten dort um versprengte Passagiere des Nahverkehrs aufzulesen." Naja die Durchsage war sehr zur Erheiterung der Gäste...
Nach einer Odyssee bin ich dann wieder zu Hause angekommen ;-)
LG
 

11. dito von Maria Dietzfelbinger

m Bahnhof Horb eine Viertelstunde anhielt - "wir haben ohnehin schon so viel Verspätung, Sie dürfen jetzt alle kostenlos die Toiletten im Bahnhof Horb benutzen!"
Ein weiteres unerschöpfliches Thema: Ansagen im Bahnhof. Diesmal die Verständlichkeit. In meinem Heimatbahnhof entweder besorgt von einer gurrenden und kollernden Sächsin - das geht so grade noch - und von einer Dame, die aus dem Südosten Europas stammt. Das hört sich dann so an:"Maaaaaaine dmndnhrn am Gleis zwo - dramatische Pause - bitte beachten Ssss: der Interregioexprs aus Albstadtebingen (die letzten Silben singend) hat bedauerlicherweise ciiiiirca fmpfznn minuten......" Schon mehrfach musste ich Menschen, die keine deutschen Muttersprachler sind und die örtlichen Verspätungsverhältnisse nicht kennen, Übersetzungshilfe leisten. Meine Vorschläge gegenüber der Bahn, der Dame ein paar Stunden Sprecherziehung angedeihen zu lassen, blieben bislang unerhört.

Tja, da gäbe es viel zu erzählen, aber ist es nicht fein, dass wir so ein unerschöpfliches Thema haben?!
Freundliche Grüße
 

12. Landsmannschaftlichkeit der Zugbegeleiter von Maria Dietzfelbinger

Guten Tag, geehrtes Autorenteam,
da ich dienstlich und privat seit über 20 Jahren jährlich tausende von Bahnkilometern zurücklege, fühle ich mich zu ein paar Anmerkungen zu Ihrem wunderbaren Buch berechtigt!
Ich meine, eine eingehende Untersuchung der Bedeutung landsmannschaftlicher Zugehörigkeiten der SchaffnerInnen (als im Schwäbischen Zugereiste Fränkin gehe ich immer noch davon aus, dass diese Menschen dazu da sind, etwas zu "schaffen") könnte zahlreiche Missverständnisse um die Deutsche Bahn herum aus der Welt schaffen und könnte auch ein wichtiges Kriterium zur Gestaltung der Dienstpläne abgeben. Ein praktisches Beispiel: Sonntagmorgen, ICE von Berlin Ostbhf nach München über Stuttgart. Diesmal hatte ich "sicherheitshalber" eine Platzkarte... aber: den entspr. Wagen gab´s nicht, infolgedessen auch nicht die dort reservierten Plätze. Ich bemerkte nicht, dass hinter mir zwei Schaffnerinnen standen, als ich meinem Herzen mit einer Bemerkung über "den üblichen Saustall bei der Bahn" Luft machte. Während die eine mich anfuhr "Wieso steijen Se denn dann übahaupt ein innen Saustall?!" ,lachte die andere, am Namensschild deutlich als Bayerin ausgewiesen, sich scheckig und meinte: "Etz nemmas in der erstn Klassn Platz, dös is dann scho in Oadnung". Klar, dass in der ersten Klasse von Station zu Station eine zunehmend heiterere Stimmung herrschte, als sich die potentielle Population des Wagens 6 dort versammelte.
Dem armen Menschen, der mir dort Kaffee servieren wollte, bin ich auch auf den Schlips getreten, als ich meinte, da ich einen frischen und heißen Kaffee wollte, würde ich mir den gern selbst holen: dann kann ich nämlich beobachten, dass mein Becher nicht aus Überlaufresten zusammengeschüttet,sondern wirklich frisch gebrüht wird...
Ein paar weitere Hinweise: das Phänomen der nicht zu öffenenden/nicht zu schließenden Türen nimmt zu - in einem Ausmaß, dass die Bahn sich die entsp. Hinweisschilder schon von den italienischen Kollegen liefern lassen muss; oder klingt "porta inutilizzabile" einfach netter, ein wenig urlaubsmäßig-mediterrran und daher nur halb so schlimm?!
Weiterhin muss ich für Gendergerechtigkeit plädieren. Beim Warten vor den wenigen brauchbaren Toiletten wird man/frau ja unausweichlich auf die wertvolle Wirkung von Prostagutt aufmerksam gemacht - ich meine zu beobachten, dass dies dazuführt, dass die männlichen Mitglieder der Warteschlange es sich umso heftiger verkneifen... im Zuge der Gendergerechtigkeit plädiere ich also am nämlichen Ort für eine Reklame von Tena, dem bewährten, immer mit freundlichen älteren Damen beworbenen Inkontinenzprodukt. Dies empfiehlt sich insbesondere auf der Strecke zwischen Singen und Stuttgart - dort fahren regelmäßig RE´s ohne eine einzige funktionierende Toilette. Im Sommer 2008 erlebte ich es, das rebellierende Kunden des ohnehin schon eine halbe Stunde verspäteten Zuges es schafften, dass der Zug i
 

13. Eine Werbung sagt mehr als 1.000 Worte von Lutz Schumacher

Heute las ich eine Bahn-Werbung für die neue Bahncard mit Kredikartenfunktion: "setzen Sie alles auf eine Karte!" Tja, schöner hätten wir es nicht schreiben können. Ich sehe schon die verzweifelten Kartenbenutzer die "aufgrund eines Fehlers in einem Kartenstellwerk" leider die nächsten fünf Jahre kein Geld mehr haben ;-)
 

14. Mein heutiges Erlebnis von Andreas Altwein

Ganz knapp am Bahnhof WOB angekommen. Der Zug nach BS fuhr ein. Toll, 50 Cent für die Bahnhofstoilette gespart, es gibt ja eine im Zug. Gibt es. Allerdings defekt, mit dem dezenten Hinweis: Bitte verwenden sie eines der anderen WC. Ja.. Leider befindet sich das im anderen Wagen, die im Fall RB Wob->Bs nicht miteinander verbunden sind.
 

15. Na, na, na... von Lutz Schumacher

@ Daniel

Der Volksverhetzungsparagraph richtet sich gegen Nazis u.ä. Straftäter. Die ironische Auseinandersetzung mit Missständen gehört nun wirklich nicht dazu. Wir haben ja glücklicherweise Meinungsfreiheit in Deutschland. Also: Mal die Kirche im Dorf lassen.

Übrigens: Das finden auch ganz viele Bahnmitarbeiter, von denen wir überwiegend zustimmende Mails bekommen.

Viele Grüße
Lutz Schumacher
 

16. Was Nettes von Bernd Heidrich

Auf der Fahrt von Hannover nach Bremen hielt der ICE außerplanmäßig in Wunstorf, da wegen Ausfall eines RE dort Pendler aus Hannover aussteigen sollten. In Wunstorf stieg aber auch eine Frau ein. Der Hilfsfahrkartenkontrolleur fragte die Frau nach ihrer Fahrkarte, sie hatte keine, worauf der arme Mann sich mit völlig hilfloser Stimme an den ICE-Chef wandte: „Was soll ich denn jetzt machen, es gibt doch keinen ICE-Fahrpreis von Wunstorf nach Bremen...“ Folge: Lautes Lachen im gesamten Großraumwagen!
 

17. Volksverhetzung von Daniel

Wird bei einigen Beiträgen hier nicht gegen "Teile der Bevölkerung" gehetzt? (Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG)

§ 130
Volksverhetzung.(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
 

18. Bayernticket von Heike

Ich habe mir am Schalter ein Bayernticket gekauft, um von Salzburg nach München zu fahren. Habe auch gleichzeitig den Herrn am Schalter gefragt, an welchem Gleis denn der nächste zu fährt.. Gleis XY, ich bin hin, der Zug kam... dann auch der Schaffner zur Fahrkartenkontrolle: " Mit dem Ticket dürfen sie nicht in diesem Zug fahren." ... Der Herr am Schalter hat mich nämlich zu einem nicht-Bayern-Ticket kompatiblen IC geschickt.. aufgrund der Kulanz des Fahrkartenkontrolleurs musste ich aber "nur" die 21€ für die Fahrt entrichten und nicht die Schwarzfahrgebühr!
 

19. Bahnsinn von J.Mittterhuber

Als Bahnvielfahrer habe ich schon einiges erlebt:
Oberleitungsschäden, Personenschäden, Zugausfälle, Schienenersatzverkehre, Stillstand im Tunnel, Stillstand auf freier Strecke, volle Züge, Verspätungen und und und.
Letzten Montag 11.01.2010 gab es das Highlight schlecht hin.
Meine bestellte BahnCard 50 hat leider ihr Ziel nicht erreicht und meine vorläufige BahnCard wurde ungültig, so dass ich am HBF Mannheim eine neue vorläufige beantragt habe.
Dies ist in Ausnahmefällen über die Hotline möglich.Dies war so ein Fall. Am Schalter des HBFs war ein freundlicher motivierter Mitarbeiter, der mein Problem erkannt hat und mir bereitwillig Auskunft gab.
Der Anruf beim Callcenter für die BahnCard war weniger erfreulich. Ich erhielt zwar eine Auftragsnummer, diese war jedoch falsch, so dass am HBF keine BahnCard ausgedruckt werden konnte.

Ein weiterer Anruf 5min später gab zur Auskunft, die Stelle für die Vergabe der Auftragsnummern ist heute nicht besetzt und woher die AUftragsnummer sei, das konnte das CallCenter auch nicht beantworten.
...Schilda ich hör dir trapsen

Der Zug nach Köln an diesem Tag war nur einteilig, meine Reservierung hinfällig so dass ich erstmal stehen konnte. Ach ja Verspätung gab es auch 40min.


So fängt die Woche gut an

 

20. Lustige Geschichte von der DB von Melanie

Ich pendle täglich von Gütersloh nach Münster und lese Morgens im Zug immer ein Internettagebuch. Heute war eine lustige Geschichte über die DB drin. Als Pendler kennt man das. Sophie Hirsch, Folge 176. Senk ja vor träwelling.
 

21. dämliche Bahn von Bounty

ich will mit der Bahn zum S-Bahnhof Greifswalder Straße und frage einen Bahnangestellten, mit welcher Bahn ich denn dann fahren muss. Er sagt: Nimm die S6. ich schaue: An diesem Bahnhof fährt keine S6 (Bahnproblem Berlin 2009). Sage ihm das. Er meint: Warte doch ein paar Minuten, vor einer halben Stunde war eine S6 hier, die nächste müsste bald da sein. Ich vertraue lieber dem Beamten als dem Fahrplan und warte. Nach 10 Minuten ist er weg, in die S2. Ich warte. Nach weiteren 45 Minuten beschließe ich, einen "Einheimischen" zu fragen. Meint: Die S6? Fährt schon seit mehreren Wochen nicht mehr! Wer hat dir denn den Mist erzählt?

Ja, das frage ich mich auch.
 

22. Spart sich die Bahn kaputt? von Dieter

Kaum ist es (normaler) Winter geworden, bekommt die Bahn "Probleme"... Beispiele von heute (03.01.):

ICE 593 Berlin Ostbahnhof – München Hbf: ca. 60 Minuten später, Grund: Weichenstörung
IC 2160 Nürnberg Hbf – Karlsruhe Hbf: ca. 40 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
ICE 1209 Hamburg-Altona – München Hbf: ca. 50 Minuten später, Grund: Folge aus Triebfahrzeugstörung an einem anderen Personenzug/Verzögerungen im Betriebsablauf
ICE 593 Berlin Ostbahnhof – München Hbf: ca. 60 Minuten später, Grund: Weichenstörung
ICE 71 Hamburg-Altona – Basel SBB: ca. 50 Minuten später, Grund: Witterungsbedingte Störung
EC 174 Budapest keleti pu. – Hamburg-Altona: ca. 50 Minuten später, Grund: Technische Störung an einem Wagen
ICE 547 Düsseldorf Hbf – Berlin Ostbahnhof: ca. 40 Minuten später, Grund: Verzögerungen im Betriebsablauf
IC 2371 Hamburg-Altona – Konstanz: ca. 80 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
ICE 640/650 Berlin Ostbahnhof – Köln Hbf/Düsseldorf Hbf: ca. 40 Minuten später, Grund: verspätete Bereitstellung
ICE 849/859 Köln Hbf/Düsseldorf Hbf – Berlin Ostbahnhof: ca. 90 Minuten später, Grund: Signalstörung/Störung am Triebfahrzeug
IC 2800 Berlin Ostbahnhof – Köln Hbf: ca. 40 Minuten später, Grund: Technische Störung an einem Wagen
ICE 2947 Hamm Hbf – Hannover Hbf: ca. 40 Minuten später, Grund: Verzögerungen im Betriebsablauf
ICE 872 Basel SBB – Berlin Ostbahnhof: ca. 40 Minuten später, Grund: Weichenstörung
ICE 692 Stuttgart Hbf – Berlin Ostbahnhof: ca. 40 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
ICE 1209 Hamburg-Altona – München Hbf: ca. 60 Minuten später, Grund: Warten auf Anschlussfahrgäste
IC 2875 Hamburg-Altona – Stuttgart Hbf: ca. 50 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
ICE 599 Berlin Ostbahnhof – München Hbf: ca. 60 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
IC 2806 München Hbf – Hamburg-Altona: ca. 50 Minuten später, Grund: Technische Störung an einem Wagen
IC 2115 Stralsund – Stuttgart Hbf: ca. 40 Minuten später, Grund: Weichenstörung
IC 1893 Berlin Südkreuz – Frankfurt (Main) Hbf: ca. 50 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
ICE 786 München Hbf – Hamburg-Altona: ca. 50 Minuten später, Grund: Störung am Triebfahrzeug
IC 1858 Leipzig Hbf – Stuttgart Hbf: ca. 60 Minuten später, Grund: Verzögerungen im Betriebsablauf

Und das, wo wir Jahr für Jahr kräftiger zahlen. Will die Bahn den Gewinn auf Kosten der Wartung und des Personals so lange steigern, bis im Winter der Verkehr völlig eingestellt werden muss?
 

23. Wer nicht fragt... von Oliver

Dieses Wochenende fuhren wir nach Berlin. Mutiger WEise mit dem Wochenendticket, was ja inzwischen auch schon 37 Euro kostet. Auf dem Rückweg ging es dann Bahntypisch los. Wegen bauarbeiten haben wir diesen Bahnhof mit 12 Minuten Verspätung verlassen, Weichenstörung da, Baustelle hier. Kennt man ja alles schon. In Magdeburg fiel dann auch noch prompt der Anschlusszug aus, dafür sollte aber ein verspäteter RB als Ersatz kommen. Unser Glück diesmal. Auf dem gegenüberliegenden Gleis stand ein verspäteter IC. Wir also langsam rübergetrappelt und einfach die Schaffner angesprochen ob wir ausnahmsweise mitfahren dürfen. Und siehe da, sie haben uns fahren lassen. Vielen Dank und ein Sternchen in meinem Bahnheftchen :-)
 

24. Verfrühung... von Nico

Auch wenn es vielleicht kaum einer glauben wird, aber in letzter Zeit habe ich es verstärkt gehabt, dass ich zu früh in einem Bahnhof angekommen bin. z.B. ICE 776. Statt um 20.48 in Bremen um 20.44. Oder ICE 535 in Hannover. Statt um 10:14 war ich um 10.09 da. Ich finde diese positiven Erlebnisse sollte man nicht erwähnenslos lassen. Ebenso, dass neulich der ICE 596 6 Minuten auf (m)einen verspäteten RE gewartet hat.
 

25. IC 2062 Nürnberg - Karlsruhe von Ben

Letzte Woche fuhr ich mit dem IC 2062 von Nürnberg nach Stuttgart und in weißer voraussicht (ich hatte das buch dabei und ) plante ich in Stuttgart 25min. zum Umsteigen ein. Die Fahrt verlief erschreckend Planmäßig, bis.... ja bis Bad Cannstadt (ca.500m vor dem HBF Stuttgart ), dort hielt der Zug ausserplanmäßig wegen einer angeblichen Signalstörung. Der Zugchef gab über Lautsprecher bekannt "Wegen Signalstörung wird sich die Weiterfahrt um wenige Minuten verzögern" Wärend am Gleis gegenüber alle 5min. die S-Bahn Richtung HBF abfuhr (Leider war ein Umsteigen nicht möglich da der Zugchef die Türen verschlossen hielt nicht möglich. Nach ca. 15 min. eine Weitere Durchsage: "Es Handelt sich wohl um eine größe Signalstörung, deshalb wird sich die weiterfahrt auf unbestimmte zeit verzögern. Dies ist kein Planmäßiger halt, halten sie deshalb die Türen verschlossen". Und während am Gleis gegenüber alle 5min. die S-Bahn zum HBF abfuhr, warteten wir noch ca. 35min. Es wurde eine Kalte Nacht am HBF Stuttgart
 

26. Gästebuch von Frank Toussaint

Kann man da auch Einträge vornehmen? Dies Mikrofenster ist dafür doch zu klein und reicht allenfalls für das, was drüber steht: "Kommentar".
 

27. Hamburg ist eine lustige Stadt... von Anne

Vor ein paar Jahren im Metronom vom Lüneburg nach Hamburg:
Beste Durchsage ever!!!

"*kicher* .....sehr verehrte Fahrgäste *kicher*
in kürze erreichen wir *prust* Hamburg Hauptbahnhof *schallendes gelächter*....."

Die durchsage wurde daraufhin unterbrochen und von einer Kollegin wiederholt. Allerdings hört sich das auch nicht wirklich besser an xD das gelächter der Mitarbeiter hörte man immer noch und das gesammte Abteil hat gelegen vor lachen...

Das entschädigt die 30min. Verspätung.
 

28. Hochgeschwindigkeit im ICE von Jens

Situation im ICE von Hannover nach Würzburg. Zug proppevoll, sitze im Mittelgang. Der Zug hält auf freier Strecke, fährt allerdings (Gott sei dank wir schaffen den Anschluss) kurz darauf wieder an, nimmt jedoch keine Fahrt auf. 10 Minuten später die Erklärung per Durchsage: "Meine Damen und Herren, wegen Personen im vor uns liegenden Gleisabschnitt legen wir die nächsten 8km mit 5 km/h zurück... Rechnen sie selbst...
 

29. Der Sparpreis und die Konsequenzen von Jens

Der Vorfall ist ein paar Jahre her. Es soll von Köln Hbf nach Osnabrück gehen (Rückfahrt) im ICE. Preisbewusst habe ich mir im Reisezentrum eine Sparpreis50 Karte ausstellen lassen. In Köln stellte ich fest, dass ich trotz vieler durchgehender Verbindungen laut Zugbindung in Dortmund umsteigen sollte. Situation in Köln:
Am einem Bahnsteig fährt ein ICE (laut Fahrkarte meiner) bis Dortmund. Am Bahnsteig gegenüber steht ein bis Osnabrück durchfahrender ICE. Dieser fährt 5 Minuten später ab als der andere. Clevere Idee: Ich soll nun mit dem einen ICE bis Dortmund fahren um dann in den dort ebenfalls 5 Minuten später eintreffenden (parallele Strecke) durchfahrenden ICE umzusteigen, in den ich jedoch auch in Köln hätte bequem einsteigen können. Ein DB-Servicemann am Bahnsteig muffelte mich an dass dies aber wegen dem Sparpreis nicht möglich sei und der Zug nach Dortmund nie Verspätung hätte. Ich ergab mich also meinem Schicksal...
Kurz vor Duisburg dann auf dem Weg nach Dortmund: Personenschaden, 3 Stunden Verspätungen... Dafür erhielt ich ein gratis Mineralwasser, hat sich ja gelohnt...
 

30. München Amsterdam von Christian Ritz

Vorletzte Woche flog ich -ja, ich flog - mit der Deutschen Lufthansa dienstlich nach Amsterdam. Am Check-in teilte mir eine höfliche Mitarbeiterin in grammitikalisch korrektem Deutsch mit, mein Flug sei überbucht. Selbstverständlich sei man bereit, meine Buchung aufrecht zu erhalten, das Unternehmen wäre mir indes sehr verbunden, wenn ich bereit wäre, auf einen anderen Flug auszuweichen. Ich meinte, ich hätte kein Problem damit, wenn ich noch am selben Abend in Amsterdam zu einigermaßen vertretbaren Zeiten ankäme - ich hätte am Folgetag um 9°° Uhr einen Termin dort. "Selbstverständlich, wir würden Sie über Hamburg umleiten, Sie verlieren nur knapp 30 Minuten", kam zur Antwort, während man mir ein Gläßchen Sekt (Economy!!)reichte. Ich war damit einverstanden, von Sekt und - Höflichkeit betört. Ich war innerlich nicht vorbereitet auf das, was dann geschah: "Darf ich Ihnen für die Unannehmlichkeiten ( = Umsteigen + 30, in Worten: Dreissig! Minuten Verspätung, C.R.)einen Gutschein in Höhe von 250.- € ausstellen? Den können Sie sofort in Amsterdam am Schalter der LH einlösen." Nach einer kurzen Pause sagte Sie:" Sie sehen so aus, als hätten Sie ein Gespenst gesehen!?"
Ich antwortete sachlich bleibend: "Ach, wissen Sie, ich fahre viel Bahn". Unsere Blicke trafen sich und wir erkannten das Leid gebrannter Kinder in den Augen des anderen. ich trank noch ein Glas Sekt auf Kosten des Dienstleistungs- und Beförderungsunternehmens, während Sie den Gutschriftsvoucher ausstellte....
 

31. von Mexico nach München - Fortsetzung von Christian Ritz

....die Hochgeschwindigkeitsstrecke sei aber dann nicht mehr benutzbar. Wegen Ruhestörung. Ich habe nichts gegen Treuchtlingen. Warum auch. Treuchtlingen kann nichts dafür, dass ich es immer wieder mit gefühlten 2 km/h durchrolle, wenn ich laut Fahrplan seit real existierenden 10 5tunden in München sein sollte. Es ist wiederum diese Naivität. Treuchtlingen durchrollend, nahm ich mein Gepäck und zog Richtung BoardBistro. In knapp 2 Stunden hoffte ich zu Hause zu sein, Zeit für zwei Pils. Das Bistro war freilich verwaist. In reinstem Sächsisch wurde mir von einer Mitarbeiterin, die nicht bei Zeiten zu fliehen vermochte, mitgeteilt, dass kein Bier mehr ausgeschenkt werde. Vorwurfsvoll, freilich nicht frei von Larmoyanz, wies sie darauf hin, dass sie längst Feierabend hätte, wäre der Zug pünktlich gewesen.
 

32. Gut, dass uns das mal erklärt wird: von Yvi

Eine schöne ernsthaft vorgetragene Zugdurchsage, die nicht nur mich zum Beömmeln gebracht hat (Ja, Zugafahren KANN lustig sein):

"Sehr geehrte Fahrgäste! Leider befinden sich (in dem Moment dachte ich schon, der Satz ginge so weiter: ´Einige spielende Kinder auf den Gleisen, sodass sich unsere Weiterfahrt um unbestimmte Zeit verzögert`, aber nein:) Leider befinden sich in diesem Zug einige Türen, die sich nicht öffnen und schließen lassen. [Pause] Diese Türen eignen sich nicht zum Ein- oder Aussteigen. [Pause] Diese Türen erkennen Sie an gelben Aufklebern auf den Scheiben."
 

33. Deutschkurs bei der Bahn von Burckhard

Berlin-Spandau

Bis hierhin hat uns die S-Bahn gebracht, war allerdings vor der heute herrschenden "Zugdichteverdünnung". Meine Frau und ich hatten im IC nach Hannover reserviert. Obwohl ich beide Bände von "senk ju vor träwelling" gelesen habe und eigentlich gewarnt war, habe ich den voraussichtlichen Standort von Wagen 11 einiger maßen präzise zu lokalisieren versucht. Nur war die Wagennummer 11 beim einlaufenden Zug nicht zu erkennnen. Wie schön, dass es doch so geschultes und sozial kompetentes Zugbegleitpersonal gibt, dies in Gestalt einer Begleiterin, später eindeutig als Übernahme von der Reichsbahn zuzuordnen, die aus der Tür eines Wagen steigt und desinteressiert den Bahnsteig entlang schaut. Ich hebe zaghaft an und frage "Wagen 11?" Dabei meine Stimme fragend erhoben. Keine Reaktion! Das gleiche noch einmal. Wieder keine Antwort! Nun also meine Frau "Wagen 11? - wir haben reserviert!" Und siehe da - eine Antwort von dem Reichsbahnrelikt. Im schönsten Sächsisch: "Mein Gott, die deutsche Sprache ist doch wirklich nicht so schwierig. Ist es wirklich zu viel verlangt, einen vollständigen deutschen Satz als Frage zu formulieren?" Meine spontane Reaktion: "Wollen Sie mit uns auf dem Bahnsteig einen Deutschkurs abhalten?!" Wir steigen ein. Und finden sogar unsere reservierten Plätze in Wagen 11. 5 Minuten später die nächste Begegnung der unangenehmen Art mit der gleichen Zugbegleiterin: "Fahrkartenkontrolle, Zugestiegene die Fahrkarten" Ich reagiere nicht. Die Zugbegleitern ganz Amtsperson: "Fahrkartenkontrolle, Ihre Fahrkarten". Daraufhin von mir ganz laut und ganz absichtlich : " Und jetzt noch einmal das Ganze in einem grammatikalisch vollständigen Satz!" Riesen gelächter in Wagen 11. Und plötzlich waren meine Fahrkarten und die von den anderen Mitreisenden plötzlich ganz unterinteressant geworden.
 

34. Fortsetzung Von Würzburg nach Essen - eine Weltreise von Kristin

Als ich sie um den Gefallen bat, mir doch auch so eine Karte zu geben, wäre sie beinahe in Tränen ausgebrochen. Sie tat mir wirklich leid.
Gegen kurz nach 22:30 erreichten wir dann meinen Rettungshalt. Wäre ich bis Essen weitergefahren, hätte ich wohl am Bahnhopf schlafen müssen, denn für ein Taxi hätte mein Geld nicht mehr gereicht. Fazit: Nie wieder mit zu wenig Geld und ohne etwas zu essen mit der DB reisen! In Zukunft werde ich mich an die Überlebensrationen aus Ihren Büchern halten.
Übrigens: Der Rabatt auf meine nächste Fahrkarte betrug ganze 9,95€. Wahnsinn.
 

35. Fortsetzung Von Würzburg nach Essen - eine Weltreise von Kristin

Nach einer weiteren halben Stunde knurrte mein Magen so laut, dass die beiden Damen, die vor mir saßen, aufmerksam wurden und mir aus Mitleid einen Apfel, Schokolade und jede Menge Kekse schenkten. Mein Glück!
Dann die Durchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste, um Sie für die entstandene Verspätung zu entschädigen, werden wir nun Gutscheinkarten an Sie verteilen, mit denen Sie einen Rabatt auf Ihre nächste Fahrkarte bekommen."Daraufhin sagte ein Herr im Waggon: "Passen Se uff, gleich sacht se durch, dat die Karten leider alle sind!" Und so war es dann auch. Mit zitternder Stimme teilte uns die mittlerweile psychisch vollkommen zerrüttete Zugbegleiterin mit, dass es leider keine Karten mehr gäbe. Nach einem hysterischen Lachkrampf des gesamten Waggons, kehrte langsam Ruhe ein. Wir warteten weiter. Plötzlich wieder Bewegung. 3 Meter rollen nach vorne. Pause. 3 Meter rollen zurück. Pause. Da capo.
Vielleicht war dem Zugführer genauso langweilig wie uns. Irgendwann die Information, der Zug würde nun über Hanau umgeleitet nach Frankfurt weiterfahren, da man Aschaffenburg für heute abschreiben könne. Nach 20 weiteren Malen des spaßigen Vor-und-Zurückroll-Spielchens tuckerten wir endlich mit geschätzten 30 kmh los. Und in diesem Tempo ging es dann bis Hanau. Begründung: Der Lokführer kenne die Strecke nicht und traue sich daher nicht, schneller zu fahren. Aha. Na dann... In Hanau angekommen, ging es gleich etwas zügiger nach Frankfurt, doch dann... Im Frankfurter Hbf angekommen, standen wir erneut. 5 Minuten, 10, 20 , 30... Ohne Durchsage, ohne Information. Ich hatte mittlerweile errechnet, dass ich die letzte S-Bahn vom Essener Hbf verpassen würde. In der Zwischenzeit war eine Dame zugestiegen, die Folgendes erlebt hatte: Sie hatte in einem völlig überfüllten Zug geschlagene 4 Stunden auf den Gleisen zwischen Nürnberg und Frankfurt gestanden, ohne Klimaanlage, ohne funktionierende Toiletten und die Türen ließen sich auch nicht öffnen, und das in praller Sonne bei 30 Grad Außentemperatur. Als sie endlich Frankfurt erreichten, wartete sie ergebnislos 2 Stunden auf den angeblichen Ersatzzug, der dann aber doch nicht kam. Da hatten wir es im Vergleich ja richtig gut gehabt!
Nach weiteren 45 Minuten verließen wir endlich Frankfurt. Es wurden drei außerplanmäßige Zwischenhalte bekanntgegeben, einer davon war meine Rettung, da eine Freundin dort wohnt, bei der ich anrief, sobald es die vielen Funklöcher auf der Strecke zuließen. Ich quartierte mich spontan bei ihr ein. Daraufhin machte ich mich auf die Suche nach der Zugbegleiterin, um mir eine dieser Gutscheinkarten ausstellen zu lassen, die es seit dem Halt in Frankfurt wieder vorrätig gab (hatte der Aufenthalt in Frankfurt wegen des Verladens von ca. 4 Tonnen Gutscheinkarten für die mindestens 2500 Reisenden in diesem Zug so lange gedauert?). Als ich sie um den Gefallen bat, mir doch auch so eine Karte zu geben, wäre sie beinahe in Tränen ausgebro
 

36. Von Würzburg nach Essen - eine Weltreise von Kristin

Ich habe gerade angefangen, das zweite Buch zu lesen und mich schon über die ersten Seiten köstlich amüsiert. Da fiel mir mein letztes Bahnabenteuer ein, welches ich vor circa 2 Monaten erlebte. Ich wollte von Würzburg zurück nach Essen. 3 Stunden und 12 Minuten sollte die Fahrt dauern, ich plante, spätestens gegen halb 9 zuhause zu sein. Der Zug kam pünktlich, deshalb machte ich mir keine Sorgen. Ich stieg frohen Mutes in den komplett überfüllten Zug und freute mich irrsinnig über meine Upgrades für die erste Klasse, die ich nach jahrelangem Sammeln der Bahnbonuspunkte endlich bekommen hatte. Ich ergatterte mit Mühe und Not den allerletzten Platz, lehnte mich bequem zurück und entspannte mich. Die Fahrt ging los, doch nach nicht einmal 20 Minuten hielt der ICE plötzlich mitten auf der Strecke irgendwo im Nirgendwo vor Aschaffenburg. 20 Minuten vergingen, ohne das uns Fahrgästen mitgeteilt wurde, was denn da eigentlich vor sich ging. Dann die Durchsage: "Sehr geeherte Fahrgäste, aufgrund eines Oberleitungsschadens um Aschaffenburg wird sich unsere Weiterfahrt um ca 20 min verzögern. Wir bitten, dies zu entschudligen." Weitere 20 Minuten vergingen. In dem Waggon in dem ich saß, bediente ein tatsächlch freundlicher und gutgelaunter (!!!) junger Herr die Reisenden. Je länger wir standen, desto mehr Sekt servierte er einer Gruppe älterer Herrschaften, dementsprechend stieg die Stimmung und selbstverständlich auch die Lautstärke. Nach einiger Zeit gab ich den Versuch, das Gebrüll der anderen Passagiere mit Musik zu übertönen und mich auf mein Buch zu konzentrieren, erfolglos auf. Zwischendurch immer wieder Durchsagen der bereits psychisch angegriffenen Zugbegleiterin: Sie wisse auch nicht wie es weiterginge, sie würde uns rechtzeitig informieren usw. usw. Nach geraumer Zeit (mittlerweile war mehr als eine Stunde vergangen) begannen wir uns zu fragen, was denn in Anbetracht der Situation "rechtzeitig" bedeutete... Die meisten hatten bereits ihre Anschlusszüge verpasst, einigen schien das aber aufgrund ihres Alkoholkonsums ziemlich egal zu sein. Mir nicht. Ich hatte nämlich nichts zu essen dabei. Und ich hatte Hunger. Von diesen grauenhaften Wasabi-Erdnüssen oder wie die auch immer heißen, wird man ja nicht so richtig satt. Bevor ich losfuhr, hatte ich meinem Freund gesagt, er bräuchte mir nichts einpacken, ich wäre ja nur 3 Stunden unterwegs, das würde ich locker bis zuhause schaffen.Und das trotz langjähriger Bahnerfahrung und Lektüre des ersten Buches von Senk ju vor träwelling!
Wir standen und standen. Plötzlich bewegte sich der Zug, ein Raunen ging durch das ganze Abteil... Nach geschätzten 3 Metern blieben wir wieder stehen. Diesmal an einem winzigen Bahnsteig. Die Raucher unter den Passagieren sprangen sofort aus dem Zug um sich die Lungen mit einer für die nächsten 2 Tage ausreichenden Überlebensration Nikotin zu füllen. Nach einer weiteren halben Stunde knurrte mein Magen so laut, dass die
 

37. Auch für Österreich wäre so ein Buch nötig! von Thomas Palfrader

Ich gratuliere ganz herzlich zum 2. Band, gestern in der Bahnhofbuchhandlung Hannover gekauft und "in einem Zuge" zur Gänze gelesen - mein Kompliment, vor allem die Schilderungen zum Nachtreiseverkehr sind wirklichkeitsnah! Ich wünschte, es würde so mutige Autoren wie Sie auch bei uns in Österreich geben, ein "Schwarzbuch" über die ÖBB, vom Service her noch eine ganze Dimension mieser als die DB, wäre nötig und hoch an der Zeit!
 

38. Von Mexico nach München - Rail&Fly von Christian Ritz


Ein ICE ist keine Boeing 747-400, das ist bekannt, ich verlange auch nicht von einem Esel über Nacht zum Rennpferd zu werden. Wenn indes die erwähnte Boeing nach pünktlichem Start in Mexiko-Stadt 10 Stunden später pünktlich in Frankfurt am Main landet, während die via Rail&Fly gebuchte ICE-Fahrt vom Frankfurter Flughafen nach München länger dauert als der Interkontinentalflug, erscheint mir dieser Umstand dann doch erwähnenswert zu sein. Im Jetlag zum Bahnsteig taumelnd, wehrte ich mich tapfer gegen einen Kreditkartenvertragsdrücker und unterlag nach Schufa-Überprüfung übermüdet. Ich muss die Karte ja nicht nutzen. Der Zug war pünktlich. In vier Stunden bin ich zu Hause, dann ist es kurz nach 19:00 Uhr während es in Mexico ein Uhr mittags ist, dann trinke ich noch 2-3 Bier und habe die nötige Bettschwere. Gedankengänge unverzeihlicher Naivität. Es ging alles gut. Zumindest von Frankfurt/Flughafen bis Frankfurt/Hauptbahnhof. Dort standen wir dann. Etwa 20 Minuten nach geplanter Abfahrtszeit, wir waren bis dahin freilich ohne jede Information, kam eine Bahnmitarbeiterin und fragte, ob wir den Lokführer gesehen hätten. Da alle Fahrgäste einschließlich meiner Wenigkeit ungenügend auf diese Abenteuerfahrt vorbereitet waren (dummerweise hatte ich meine umfangreichen Reiserecherchen hinsichtlich einer 5000 km-Fahrt durch Mittelamerika auf die dort liegenden zivilisierten Länder konzentriert), kannten wir diesen nicht und mussten die Frage unbeantwortet lassen. Nach weiteren 30 Minuten beschied man uns, die Lok sei abgestürzt. Nach verzweifelten Alphabetisierungs- und Kommunikationsbemühungen stellte sich heraus, dass nicht die Lok selbst, sondern lediglich die sie steuernde Software abgestürzt und neu hochgefahren werden müsse, worum sich der zwischenzeitlich wieder aufgetauchte Lokführer derzeit bemühe. Ich verdrehte die jetlag-geplagten Augen, denn ich wusste was nun kommt. Und es kam. Zwei Reihen hinter mir erscholl das Vorhersehbare: „ Die Lok fährt wohl mit Windows“. Womit auch immer, sie fuhr nicht. Mit zwei Stunden und 45 Minuten Verspätung verließen wir Frankfurt am Main und waren dann gleichsam Geisterzug. Der nicht zu rettende, aufgegebene Zug. Bei Aschaffenburg überholte uns der (leere!) ICE, der drei Stunden nach unserer planmäßigen Abfahrtszeit Frankfurt planmäßig verlassen hatte. Irgendwann Nürnberg. Und wieder diese Naivität. Mittlerweile seit 7 (in Worten: sieben!) Stunden seit Abfahrt des Zuges von Frankfurt/Flughafen unterwegs, glaubte ich, über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke über Ingolstadt in knapp einer Stunde zu Hause zu sein. Hoffnung ist aber ein prärationales Phänomen, das, zumindest kurzfristig, eng mit grundlegendem Selbsterhaltungstrieb zusammenarbeitet. Alles in allem standen wir in Nürnberg vierzig Minuten ohne jegliche Information. Dann die erlösenden Worte: Wir fahren in wenigen Minuten ab (es wurden weitere 34 Minuten), die Hochgeschwindigkeitsstrecke sei
 

39. Senk jug vor träwelling 3 ? =) von Nico

Auch das 2. Buch ist wieder gut gelungen und nun meine Frage. Wann kommt die dritte Ausgabe ? =) ;)
 

40. Danke.... von heidie

...einfach nur Danke für das daurgrinsen nachdem ich nun auch den zweiten teil gelesen habe.Ich fahre sehr oft Bahn und mag diese versteckten wahrheiten.allerdings möchte ich auch erwähnen das ich zum Grossteil auf den ICE verzichte.und somit langsamer aber dennoch fast immer pünktlich ankomme.
Nun fährt mein Freund seit kurzem auch BAHN ;;notgedrungen,und als rollifahrer sieht er das keineswegs so gelassen wie ich .
es macht keinen spass am bahnhof einfach stehengelassen zu werden ,oder wenn man schon nette Mitreisende findet die einem in den Zug helfen ,vom Zugbegleiter angefahren zu werden wie man denn in den zug käme und wie man den da wieder raus wöllte ,aber das ist ist der Anfang von sicherlich noch interessanter werdenden Begegnungen .
 

41. Die schönen neuen Fahrkartenautomaten und ihre Tücken... von Michael

Es ist so schon schwer genug mit den neuen Fahrkartenautomaten einer großen deutschen Beförderungsfirma, aber was jetzt wieder passiert ist, dass haben (wenn ich mich recht erinnere) sogar noch nicht mal die Autoren von "senk ju vor träwelling" für möglich gehalten. Wir haben hier auf der Siegstrecke (RE 9, RB 95) an einigen Bahnhöfen (z.B. Brachbach, Kirchen) neue High-Tech-Automaten erhalten (mit Touchscreen). Allerdings sind die wohl so neu und so ein High-Tech, dass das besagte Unternehmen doch glatt die Ziele in Landkreis Altenkirchen vergessen hat! Unglaublich aber wahr! (Könnte auch Absicht sein, da der Landkreis seit Anfang des Jahres zu einem Verkehrsverbund gehört. Ist zwar alles Bahnmaterial was dort unterwegs ist, aber wer weis… Jetzt kann man zwar Tickets nach Hamburg und München inkl. der Sitzplatzreservierung (ja auch dass soll gehen) lösen, aber nicht bis zum nächsten Bahnhof... Die Automaten stehen jetzt schon ein paar Wochen, aber trotz mehreren Hinweisen an das Unternehmen, hat sich bisher nichts getan. Das gehört wohl auch zur Kundenverwirrungs- und vergraulungstaktik...
 

42. Fortsetzung "Helfen" von Henriette

Sonntag in Weichering, einem beliebten Naherholungsgebiet: Eine Familie mit 3 kleinen Kindern und 4 Fahrrädern wollte in den Regionalzug einsteigen. Kein Schaffner weit und breit! Ich hob ein Radl mit an, diesmal allein unterwegs, und wunderte mich, wie man 5 Personen und sperrige Objekte übersehen kann...
Wir lieben dennoch das Bahnfahren, stressfrei, umweltfreundlich, Kinder sind uneingezwängt, frei und verfolgen mit großen Kulleraugen Menschen und reges Treiben an Zielbahnhöfen.
Danke an alle, die ungefragt und zügig einspringen, meist selbst gebrechlich, mit Koffern beladen oder in ähnlicher Lage. Und es gibt Zugbegleiter, die, welche Ironie, uns vorher noch nie gesehen haben, sofort reagieren: " Ich komme dann und helfe Ihnen raus." Slogan der Bahn: Deutschland entdecken - ja, immer, aber mit Menschlichkeit und ohne Barrieren!
 

43. Zugbegleiter = dein Feind und Nicht-Helfer? von Henriette

Hier mein Leserbrief vom 28. November 2008, abgedruckt im Donaukurier Ingolstadt-Neuburg am 29.11.08 in Auszügen:
...Seit 9 Jahren bin ich treue Bahnkundin mit Bahncard 25, im 2003 noch existierenden Souvenirshop im Hauptbahnhof gekauften schwarzen Schaffnerrucksack und fast täglichen Fahrten. Mehr oder weniger freundliche Schaffner konnte ich verkraften. Da es in Straß-Moos keinen Automaten gibt, muss ich an Bord Fahrkarten kaufen. Das lief fast immer reibungslos. Nun bekam ich 2006 Nachwuchs und war öfter mit Kinderwagen unterwegs. Die Schaffner kanntne mich nun nicht mehr, d.h. sie verkrümelten sich noach vorne zum Lokführer oder waren nicht zur Stelle, wenn ich Hilfe brauchte. Ausnahmen bildeten kleine, zierliche junge Damen in Uniform, die Herren, meist 45 und älter, aber auch kräftige, muskulöse Kollegen, die früher nie einem Flirt abgeneigt waren, liessen mich verzweifelt hängen. Entweder half ein mitreisender Nachbar beim Einsteigen oder ich musste ans Fenster klopfen und einen Fahrgast herbeiwinken. Beim Aussteigen packten Passagiere mit an, für die Treppen in Ingolstadt fand sich irgendwie immer jemand, wenn auch nach 10 Minuten Suche bei Rückfahrten. Das Tragetuch rettete mich oft vor ausweglosen Situationen. Seit Mai 2008 reise ich mit 2 Kindern, d.h. ein Buggy ist immer im Einsatz. Wir fahren weiterhin bis zu 4mal pro Woche Regionalbahn (Strecke Ulm-Regensburg, Donautalbahn). Leider erwische ich höchstens 1mal davon einen hilfsbereiten Zugbegleiter, meist weiblichen Geschlechts. Neulich beim Halt in Neuburg wieder ein junger Mann, der mich als Dauerpendlerin bestens kennt, der einfach ausstieg, sich rechts auf den Bahnsteig stellte und keine Anstalten machte, den Buggy herauszuhieven. Den Gipfel bildete der notorische "Anbagger-Sprücheklopfer", der an mir vorbei ganz ans Waggonende huschte, mich mühsam solo Kind, Baby im Faltbuggy und Gepäck in Straß rauswuchten liess und mir dann huldvoll lächelnd aus dem Fenster heraus "einen schönen Abend" wünschte. Das nur einige Beispiele...
Die Frage stellt sich 1) Steht Helfen nicht im Dienstplan oder gar Mitgefühl?
2) Haben die grimmigen Herren keine Kinder oder deren Mütter mal keine Hilfe benötigt? 3) Sind Bahnfahrer und -personal von morgen, sprich Kinder, lästige Parasiten? 6) Ökologisch bewusste Verkehrsmittelnutzer auf der Abschussliste, da ihnen Ritterlichkeit, Höflichkeit und einfache Auskünfte, Dienste und Handgriffe verweigert werden? Ein bebrillter Kollege, den ich sofort nach Zustieg in Straß informierte, dass sein rechtzeitiger Anruf in Ingolstadt mir einen Servicemitarbeiter mit der roten Kappe zwecks eskortierter Gleisüberschreitung am Ankunftsgleis garantieren würde, antwortete doch tatsächlich beim Ausstieg, dass er es vergessen hätte. Acht Minuten Untätigkeit in Unterhausen (eingleisiger Streckenabschnitt) beim Warten auf den Gegenzug lässt keine Ausrede zu. Mangelnde Hilfsbereitschaft verdeutlicht ein Szenario am
 

44. Muchas Maraccas von Piedro Valute

Hellas Bahnfahrer!
Liebe Grüße sendet euer Pierdro!
 

45. Kein Platz mehr... von Diana

Köln HBF - der RE 9 nach Aachen ist proppenvoll...der erste Wagen für Fahrräder, Kinderwägen,Rollstühle und sonstiges "sperriges Gut" bereits mit selbigen Gegenständen überfüllt. Im Eingangsbereich steht ein schüchterner June mit BMX-Rad. Als das dem Bahnbediensteten auffällt, brüllt dieser: He Sie da! Das Rad kann da nicht stehen bleiben. Sie müssen damit ins Abteil...(dieser Satz wurde dreimal wiederholt) Nach leichtem Kopfschütteln entschied sich der junge Mann den Zug zu verlassen. Eine weise Entscheidung...denn er hätte keinen Platz mehr dafür gefunden. Vielleicht in der Gepäckablage...
 

46. Das Beste Buch was ich gelesen habe von Kevin Lantzsch

Also ich muss sagen das senk ju vor träwelling eines der besten Bücher ist die ich je gelesehen habe. Ich bin selbst Bahnfahrer da ich mit der Bahn zur Schule Fahre ( bin 16) und muss zugeben das das Buch vollkommen auf meinen Bahnalltag jeden Morgen zutrifft.
Hoffe sehr das es einen 3en Band geben wird.
 

47. Maniküre und Co. von Franziska Nachtschatten

Laut klagen die Autoren über mangelnde Körperhygiene der Mitreisenden. Aber die Reinlichen sind auch nicht ohne. Zick, macht der Nagelknipser im nächtlichen Zug. Z-z-z rieselt das Abgeknipste. Und das Schmatzen eines bis zum Anschlag ins Ohr gedrehten Zeigefingers übertönt notfalls alle Durchsagen.
 

48. Das Buch der Bücher von Lukas Schröder

Muss sagen senk ju vor träwelling 2.Folge ist echt klasse lese nun seit einpaar Tagen Ihr Buch und muss sagen man erkennt sehr gut die DB AG drin wieder.
 

49. Durchsagen-Salat von Felix

Auf der Fahrt von Homburg (Saar) HBF nach Dresden bedankte sich der Zugbegleiter mit den Worten:"senk ju vor DRESSING wiss Deutsche Bahn, guhtbei!"
 

50. Eigener Beitrag? von Peer

Wenn ich günstige DAUER-SPEZIAL Tickets erwerbe, trage ich dann indirekt bei zu den Zuständen bei der Bahn, welche die Autoren überspitzt beschreiben?
Oder liegt die Hauptschuld bei der Bahnspitze (v.a. bei Mehdorn & Co.), die aus Profitgier den Hals nicht voll genug bekommen?

Denn bisher bin ich mit dem D.S. günstig von München nach Dortmund bzw. wieder zurück gekommen!
 

51. Organisatorische Dinge von Uwe

Eine der besten Zugdurchsagen aller Zeiten, geschehen gestern im ICE Berlin-München kurz nach der Abfahrt in Berlin Südkreuz:

"Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie: Wegen organisatorischen Dingen verkehrt dieser Zug heute nicht nach München Hbf, sondern nach Frankfurt am Main Hbf. Reisende nach München Hbf, bitte steigen Sie in Leipzig Hbf um. Reeisende nach Frankfurt am Main Hbf können in diesem Zug sitzenbleiben".

Merke: Verspätungen resultieren zumeist aus "Verzögerungen im Betriebsablauf", spontane Wechsel des Fahrtziels finden "wegen organisatorischen Dingen" statt.

Im Übrigen wir warten auf Band 3 Ihres Buches!
 

52. Triebfahrzeugschaden von Nico

Neulich habe ich etwas abenteuerliches mit der Bahn unternommen. Es ging ab Hannover über Nacht mit dem D-Zug bis Nürnberg und dann weiter bis München. Dort lief alles schön und gut. Auf der Rückfahrt habe ich dann den Tipp aus dem Buch befolgt und bin ohne umsteigen bis Hannover gefahren. Allerdings fuhr der Zug nach der Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Würzburg ziemlich langsam, so dass wir mit + 5 Min. in Würzburg ankamen. Und da kam dann die frohe Botschaft. Wegen einer technischen Störung am Triebfahrzeug verzögert sich die Weiterfahrt um ca. 40 Minuten. Oder war der Grund doch vielleicht, dass der Triebfahrzeugführer Abendessen wollte. ;)
Die Folge war dann, dass ich mit + 40 Min. in Hannover war und mein Anschluss IC nach Bremen weg war, so dass ich auf einen RE nehmen musste, der an jeder Milchkanne hält.
Nun ja. In Bremen war ich dann auch viel später und musste noch auf den letzten Zug nach Nordenham warten, so dass ich erst um 00.44 Uhr dort war, also mit + 90 Minuten.
Und weil die Service-Points alle voll waren, habe ich auch keine Entschädigung bekommen.
 

53. Braunschweig-Köln, immer wieder toll von Oliver

Letztes Jahr. Ein Freitag im Juli. Ich buchte wie immer die Verbindung nach Köln von Braunschweig mit umsteigen in den ICE in Hannover. Man spart ja 30 Minuten dabei. Ok, der IC aus Leipzig kam ausnahmsweise mal pünktlich. Ich freute mich, in Hannover in den ICE zu steigen. Aber irgendwas war anders. Am Gleis 13 stand noch ein verspäteter IC auf der Anzeige. Kein Ice nach Köln. Dann kam eine Durchsage. Der Ice fällt aus. Normalerweise hätte ich ja wieder in den IC nach Köln einsteigen können, aber der fuhr gerade in dem Moment ab, als die Bahn die Durchsage machte. Das nenn ich mal Planung. Alle Passagiere sollten in den verspäteten IC umsteigen. Nur gut das ich auch durch das Buch ein wenig beschied wusste. Ich hab mir den eine Sunde später fahrenden ICE bestätigen lassen. Und weil ich da keine Platzreservierung bekam (ich hatte diese ja im ausgefallenen ICE) ließ ich mir auch noch den Platz in der 1. Klasse bestätigen. Somit kam ich zwar mit Verspätung an, aber immerhin in der 1. Klasse
 

54. Der dämliche Maulwurf von Silvi nochmal

Ach ja, hab noch was vergessen! Hat sich eigentlich irgendein anderes bemitleidenswertes Opfer der Bahn auch schon mal über diesen bescheuerten Maulwurf auf Bahn-Werbeplakaten aufgeregt?
Hab letzens ein wahres Bild der Götter gesichtet, als ich am Bahnhofstand. Auf dem Plakat hat ein teuflisch grinsender, fetter Maulwurf voller Freude Gleise auseinandergerissen und verlegt und sogar die Baumaschinen hatten diesen absolut fiesen Blick drauf! Und wisst ihr was drüber stand? "Wir bauen für Sie - nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr!"
Ist das nicht ein Grund zur Freude!! Das GANZE Jahr!!! Super! Da sieht man mal an was die Bahn wirklich arbeitet: nämlich an unserem Nervensystem und daran, es kompett zu zerlegen! Und das das GANZE Jahr!

Hab vorhin mal gegoogelt und bin dabei auf dieses dämliche Tier gestoßen, das die Bahn "Max Maulwurf" nennt...ja wohl!15-jahre-max.de

bilder sagen mehr als tausend worte!
 

55. Automatenwahnsinn! von Silvia

Eines von meinen schlimmsten Erlebnissen mit der Bahn geschah erst kürzlich an dem relativ kleinen "Bahnhof" in meinem Wohnort. Wie jeden Montagmorgen wollte ich mir eine Schülermonatskarte zu meiner 100km entfernten Schule kaufen. Der erste Schlag traf mich, als ich sah, dass der Fahrpreis von 207,00€ auf 215,00 € angehoben worden war! Und das für nicht allzu pralle Schülergeldbeuten!! Nun gut, es war Montagmorgen 5.30 Uhr, da nimmt man noch nicht allzu viel war und gottseidank hatte ich genug Geld (jaaa, ich war schlau genug, die Bankpläne einzukalkulieren) für die Zugkarte dabei. Ich fing also - wie gewöhnlich - an, den Automaten mit Scheinchen aller Größe zu füttern. Als er bereits 210,00 € intus hatte ließ ich mit einem großen Seufzer den letzten 5 Euroschein in meinem Geldbeutel hineingleiten. Das Problem war: Er kam immer wieder zurück! Dann aufeinmal kam auf dem Automaten-Display die Meldung "Automat nimmt keine Scheine mehr an"! Verzweifelt wühlte ich in meiner Tasche nach Kleingeld, doch fand gerade mal 3 Euro! Ich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch und dachte schon, ich würde 215 Euro in Kleingeld (!) zurückbekommen - angenommen ich hätte überhaupt etwas zurückbekommen - als hinter mir auf einmal ein junges Mädchen den Bahnhof betrat. Außer mir war ja vorher keiner da! Ich fragte sie also ob sie mir doch bitte 2 Euro geben könne und gottseidank tat sie das dann auch! Und siehe da: Ich hielt meine Fahrkarte in den Händen!! Ich möchte mich hier nochmal bei meiner unbekannten Leidensgenossen unter den Bahnfahrern bedanken! DANKE!! VIELEN DANK!!
 

56. Zugfahrten nach einem Marathon von Inga

Ich habe in Berlin schon mehrfach von der
bahn inzenierte Spiele nach einem
Marathon gespielt.
Die Spiele machen nach 42 km sehr viel Spass.
Spiel 1: Wie ist der ICE zusammengekoppelt?
Alle jahrelangen Mitspieler wissen ins Ruhrgebiet fährt ein aus zwei ICE´s bestehender Zug.
Es gibt keine Verbindung zwischen den Zugteilen. Also ein Blick auf den
Wagenstandsanzeiger und dann in das dazugehörige segment gehumpelt,
man will ja schließlich zu seinem resevierten Platz.
Mit einem 1000 weitere Marathonis. Kurz vor der verspäteten Ankunft des Zuges eine genuschelte Ansage.Der Zug fährt ein und andersherum gekoppelt als angeschlagen. Leider gelingt es den angeschlagenen marathonis nicht die vorgeschriebene Strecke in den 1,5 min Haltezeit zu überwinden. Also Einstieg in das falsche Zugteil. Es gibt ja aber den Halt Berlin Spandau. Dieser Halt exestiert nur zur
Familienzusammenführung. Also in Spandau wieder raus. Leider steht der Zug halb außerhalb des Bahnhofes,so dass man erstmal auf den Bahnsteig kommen muss und dann mit einem Sprint und der Sporttasche das andere zugteil erreichen muss.
Leider gibt es auch noch 1000 andere Mitspieler, die einem entgegenkommen.
Erreicht man dann
den anderen Teil, stellt man fest das der reservierte Platz besetzt ist. Die Person fährt nach Frankfurt hier treffen sich die beiden Zugteile wieder. Man muss nun aber erst einmal klären, ob man in dem Teil Theodor Fontane oder Bettina von Arnim sitzt um zu wissen für wen die
Reservierung gilt.
Gott sei Dank habe ich einen Platz gefunden, weil ein Herr seine Frau beim Wechsel verloren hatte. Sie hofften auf ein Wiederssehen in Hamm.
 

57. Zugführer schmeißt alle raus von schnubbel

Die Bahn!
Ein schöner, sonniger Sonntag irgendwo im Norddeutschland! Da nimmt man doch erst einen der letzten Züge in Richtung Studienort oder?
Gesagt getan! Eingestiegen in den letzten Zug Richtung Studienort. Umstieg in MS hat super geklappt. Dann aber das traurige Erwachen ca. 20 KM vor dem Studienort... Geseke: "Dieser Zug endet heute in Geseke" Super! Alle Zuginsassen - und es waren nicht wenige- ausgestiegen!
Da es der letzte Zug und weit und breit kein Angestellter der Bahn zu sehen oder zu hören war, stand der Großteil der Reisenden ca. 2 Stunden in Geseke! Dann fuhr ein IC ein! Dieser hielt großzügigerweise "nur für uns" an und nahm uns mit Richtung Studienort. (sonst halten an dem Bahnhof keine IC's) So weit so gut! Wenn nicht der Schaffner gewesen wäre...
weil ich nur mein Semesterticket und nicht ein IC-Ticket hatte, durfte ich mir erstmal was anhören!
Unverschämt?? NEEIN! Einfach nur großzügig, freundlich und ehrenswert, dass ich das Ticket nachlösen durfte!!!
Vielen Dank liebe Bahn!
 

58. Durchsage im RE von panicpete

Durchsage im RE von München Hbf nach Memmingen, als der Zug kurz vor Memmingen anhält: "Meine Damen und Herren, wegen problematischer Probleme verzögert sich unsere Ankunft in Memmingen num wenige Minuten!"
Kein Witz, Deutsche Bahn!
Senk ju for jur wonderfull bucks!
 

59. Nur Verspätungen? von C.Kalle

Es wird immer über "Verspätung" gesprochen und geschrieben...
Aber,das ist kein Witz,gibt es Züge die zu früh kommen......!!!!!!!
So geschehen 2004 in Amsterdam!
"Sehr geehrte Fahrgäste,der ICE XY nach Köln fährt heute 10 Min(!!!!) früher ab!",war die Durchsage im Bahnof!!! (und dies bei jedem Zug der nach Deutschland fuhr)
 

60. briefeandiebahn.de von Christian

Ich hatte und habe massenhaft schlimme Erlebnisse in der Bahn und habe mich daher vor einiger Zeit entschieden, sie auf zu schreiben: briefeandiebahn.de.
 

61. Weltreise von Hans Blix

Mein allerschlimmstes Bahnerlebniss ereignete sich im Hochsommer 2007: Ich war mit meiner Freundin 8 Stunden von Calgary (West-Kanada) nach München geflogen und wir versuchten nun mit der Bahn zurück nach Wien zu kommen. Alles war mit etwa zwei Stunden Reserve geplant und wir hielten es für totsicher geplant. Es war 11 Uhr am Vormittag. Unsere erste Verbindung, die S-Bahn vom Flughafen zum Hauptbahnhof, jedoch war wegen einem Stellwerksfehler verspätet. Die Verspätung wuchs – erst 10, dann 15 Minuten und irgenwann war es eine Stunde. In der Zwischenzeit hatte sich auf dem Bahnsteig der Inhalt dutzender Flugzeuge versammelt der sich dann in die doch noch eingefundene S-Bahn drängte. Die Fahrt ging los – jeder Halt wurde begleitet von wilden Diskussionen mit wartenden Fahrgästen am Bahnsteig die nicht mehr in den völlig überfüllten Zug passten. Im Hauptbahnhof angekommen sahen wir noch die verschmutzen Schlusslichter unseres EC´s nach Wien. Wir warteten eine Stunde auf einen IC der wenigstens nach Salzburg fahren würde, von da aus – so hofften wir – würden wir schon nach Wien kommen. Mit etwa 15Min Verspätung erreichten wir Salzburg. Das Zugpersonal hatte uns den Falschen Bahnsteig des Anschlusszuges durchgesagt – keiner der Weiterreisenden schaffte ihn. Es war sehr warm – wie es sich für Hochsommer gehört – und wir standen mit 8 Stunden-Jetlag in Salzburg und hatten schon wieder unseren Anschlusszug verpasst. Doch da kam die Rettung: eine Durchsage die uns tröstend streichelte: Werte Fahrgäste, auf Bahnsteig 2a (oder so) hat Einfahrt der verspätete EC aus Basel zur Weiterfahrt nach Wien. Wir standen sogar schon richtig und ich schaute zur aufflammenden Zuganzeige und sah die Zahl hinter Verspätung: 19 Stunden (!!!) Wir hatten nur noch den Gedanken im Kopf: was ist das für ein Höllenzug der uns da einfängt. Mehrere asiatische Touristen – seit der Odyssee mit der Flughafen-S-Bahn an unserer Seite – waren völlig aus dem Häuschen nun doch noch einigermaßen flott nach Wien zu kommen. Doch irgendwas machte mich skeptisch. Der Zug fuhr ein – beinah zu lang für den Bahnsteig. Fast menschenleer. Wir rannten ins ÖBB-Bordbistro (endlich was richtiges Essen nach 3 Wochen Kanada ;-) und da bemerkten wir den Makel dieses Rettungsankers: die Klimaanlage war ausgefallen – es gab keine Fenster zum öffnen. Doch der Hunger überwog und wir aßen und tranken trotz der Saunatemperaturen. Der Kellner legte im Minutentakt Servietten zum Trocknen nach um uns davor zurückzuhalten die Kleider abzuwerfen. In Wien angekommen – der Bahnsteig knisterte in der Hitze – fassten wir zusammen: Flugzeit von Kanada nach Deutschland = 8 Stunden, Fahrzeit von München nach Wien = 10 Stunden.
 

62. Das beste Buch seit langem! von Jens

Ich habe mehrmals als ich im Buchhandel mit meiner Freundin schländern war, in das Buch hineingeschaut und fand es dort schon klasse.

Bis meine Freundin beim nächsten mal einfach zugriff und es mir kaufte =)

Ich muss sagen, es ist sehr gut geschrieben! Überraschender Weise, sind Wahrheit und Satire sehr eng beeinander. Aber genau das ist ja gerade das Gute an diesem Buch =)

Ich bin noch bis Ende Juni Grundwehrdienstleistender
und habe, da ich mit der Bahn zur Kaserne fahren muss, auch schon so einige Geschichten erlebt.

Ich selbst wohne in Berlin und dort kommt man um das Thema "Bahn" sowieso nicht herum ;)

Ich musste herzlich lachen, als sie den Bahnhof Gesundbrunnen (von dem ich immer abfahre) erwähnten, der wie es wirklich der Realität entspricht einen "Als Pommes & Currywurst Bude getarnten DB-Store" besitzt.

Ein klasse Buch!

Grüße aus Berlin
Jens R.
 

63. AW: Gepoppte Erdnüsse von Nico

Hi Para,

paar mal im Jahr, wenn ich lange Strecken fahre, gönne ich mit die 1. Klasse. Und dort gehen die ZUB's mindestens einmal mit einem Tablett auf dem Cashew-Kerne drauf sind (vlt. 20 g ;)). Und diese werden verteilt und sind halt die gepoppten Erdnüsse.

Zur Weihnachtaszeit habe ich neben den Cashew-Kernen auch Pralinen bekommen. Die waren aber dafür lecker. ;)

Mfg Nico
 

64. Gepoppte Erdnüsse??!! von Para

Also ich habe das Buch (den 2. Teil) endlich durch und habe es genossen!!! :-)

aber jetzt habe ich mal 'ne Frage...Was zur Hölle sind "gepoppte" Erdnüsse?? Würd die ja nur zugerne mal probieren...nur leider habe ich bei meiner letzten ICE-Fahrt keinen einzigen Zugbegleiter angetroffen (irgendwie einen Dauerzustand)

Mfg Ich :-P
 

65. Anmerkung von einer (noch) jungen Bahnfahrerin... von Nici

Hallo!!!

Ich bin seit meiner frühesten Kindheit selbst mit dem "Bahnvirus" infiziert - heißt: ich möchte immer noch Lokführerin werden.

Ich habe beide Bücher gelesen und finde sie absolut klasse! Es stimmt, der Wahrheitsgehalt ist relativ hoch, aber an manchen Stellen wurde schon "leicht" übertrieben.

Am 30.03.09, an dem Tag, der bei Insidern als "Bahnrevolution" gefeiert wird, war ich bei RegioUnterfranken in einem der Büroräume - Praktikum.
So habe ich die Nachricht (E-Mail) von Herrn Mehdorn selbst lesen können. Im ersten Moment wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll (ich habe mich schließlich für's Lachen entschieden).

Aber die Bahn ist trotz Allem sehr optimistisch, was sich auch in dem eigens komponierten Mitarbeiter-Song "Wir sind DB" wiederspiegelt.
So lautet eine Passage beispielsweise:
"...wir kriegen's hin - arbeiten täglich dran..."
Leider muss ich öfters selbst mitbekommen, dass sie es eben NICHT hinkriegen.

Die Stelle in Ihrem Buch (Teil II), als die Rangordnung der Züge erklärt wird fand ich sehr spannend, denn oft ist es tatsächlich so, dass die Regional-Züge große Verspätungen wegen den verspäteten ICEs erhalten.

Außerdem ist mir im Laufe des letzten Jahres folgendes Phänomen aufgefallen: Die ICE-T-Züge (Neigetechnik ICEs) haben oft hohe Verspätungen wegen "Ausfall der Neigetechnik". Während der Zeit von Ersatzzügen, als die ICE-Achsen getauscht wurden, fuhren bei uns zum Teil ICE-2-Züge, die überhaupt keine Neigetechnik besitzen, und auf der gleichen Strecke weniger, bis gar keine Verspätung hatten.
Warum das???

Allerdings gibt es auch liebe, freundliche, und vor Allem kulante Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG, und ich kenne einige, was an dieser Stelle erwähnt sein möge!!!
(Diese arbeiten aber meist (nicht immer) für Regio, weshalb man sie nicht im verspäteten ICE zu Gesicht bekommt...)

Also liebe Autoren! Weiter so!

Liebe Grüße
Nici
 

66. Echt genial von S

Hallo,
ich bin selbst Lokführer bei einer NE-Bahn und ich hab beide Bücher gelesen. Sie sind einfach genial. Der Wahrheitsgehalt ist leider relativ hoch. :D
 

67. Weitere Fahrkartenautomaten finden Sie... von Bücherwurm

Letzten Samstag bin ich von Aschaffenburg nach Frankfurt gefahren. Als ich in Aschaffenburg am Bahnhof meine Fahrkarte ziehen wollte, sah ich nur zwei Automaten mit langen Schlangen davor. Alle anderen Automaten befinden sich hinter einem Bauzaun, da gerade umgebaut wird. Dann entdeckte ich zum Glück ein Schild "Weitere Fahrkartenautomaten finden Sie in unserem Reisezentrum links" Also bin ich dem Schild gefolgt, nur um anschließend festzustellen, dass das Reisezentrum geschlossen hatte. Ich musste mich an den einzigen beiden Automaten anstellen. Meine leider nicht belegbare Schlussfolgerung ist, dass sich sämtliche Mitarbeiter der Bahn im geschlossenen Reisezentrum zum Kaffeetrinken getroffen und versteckt haben ;-)
 

68. Wunderbar von Phlip

Sehr gute Bücher haben sie geschrieben, wird es einen dritten Band geben?
Beide Bücher sind die perfekten Ratgeber und Lachgaranten, also zögern sie nicht, schreiben sie Band drei.^^
 

69. Bahn zeigt sich von ihrer Besten Seite ;-) von Jonas

Hallo liebe Autoren!
Eure Bücher sind einfach Super! Es Stimmt auch wirklich fast alles! Super!

Im Januar diesen Jahres bin ich (aus Hamburg) mit Bekannten (aus Berlin) nach Sinsheim gefahren. Der Plan war: ich fahre mit einem Nachtzug (aus Dänemark) von Hamburg nach Hannover und meine Bekannten aus Berlin mit einem Nachtzug (aus Moskau) auch nach Hannover. Wo dann beide Züge zusammengekuppeltwerden und wo wir dann zusammmen nach Sinsheim über Frankfurt und Heidelberg fahren. So der Plan...
Um 0Uhr fuhr mein Zug in Hamburg pünktlich ab. Ich bin eingeschlafen und wache um 2Uhr in Hannover auf. (ich wusste nicht wann dort die Abfahrt war und wann wir zusammengekuppelt werden sollen) also schlief ich wieder ein... Dann um 4Uhr wachte ich wieder auf und sah, dass wir immernoch in Hannover standen. Gut dachte ich mir und meinte, dass meine Bekannten aus Berlin nun angekuppelt wurden und wollt mal schauen wo ihr Wagen ist. Ich ging aus meinem Abteil (Sitzwagen) nach Links zum Ende meines Wagen (und auch gleichzeitig Ende des Zuges) Ich dachte mir: toll mein Wagen ist der Letzte und ging in die andere Richtung (an meinem Abteil vorbei)3 Wagen weiter und da traute ich meinen Augen nicht: Auch Ende!!! Ich guckte auch wieder auf die Schienen. Ich dachte mir Schei...e!! Als erste kam mir der Gedanke, dass die Bahn uns in Hannover vergessen hat und meine Bekannte schon weiter sind. Auf dem Rückweg in mein Abteil kam mir eine Ältere Frau entgegen die auch entsetzt auf die Schienen geguckt hat. Worauf ich mich mit ihr "laut" unterhalten habe. Da kam nähmlich die Schaffnerin zischend aus ihrem Abteil und meinte, dass wir leise seien sollen... Die Bahn will auch mal schlafen... ;-)
Die Schaffnerin wusste auch nicht warum in Hannover rumstehen (es hat sie auch nicht interessiert). Ich also zurück in mein Abteil um meine Bekannten anzurufen, wo sich dann rausgestellt hat, dass ihr Zug aus Moskau Verspätung hat und sie gerade abgefahren seien aus Berlin. Also hab ich mich wieder hingelegt. 5Uhr: ich wache wieder auf (immernoch Hannover) ich gehe zur Toilette, wo mir die Schaffnerin entgegen kommt. Ich informierte "Die Bahn", dass der Zug, auf den wir warten, Verspätung hat. Später ist sie von Abteil zu Abteil gegangen (waren ja nur 3Wagen) und hat jedem einzeln gesagt, dass der Zug dann nicht, wie geplant über Frankfurt, sondern über Düsseldorf fahren wird. Toll! Also wieder telefoniert und meinen Bekannten die Sache geschildert und auch gleich gefragt wann sie den in Hannover ankommen... ("noch ca. eine Stunde")
Ich dann raus auf den Bahnsteig, um am Automaten nach einem Umweg zugucken. Siehe da: gleich einen Anschluss um 06:10 von Hannover nach Würzburg (glaub ich). Als ich wieder in den Zug bin kam mir wieder die Schaffnerin entgegen, ich sagte ihr, dass der Zug in etwa einer Stunde ankommen wird. (Sie ein bisschen schon aufatment) Nach ca. 4 Stunden Verspätung kam dann entlich ein Zug auf dem Gl
 

70. Krisenmanagement Vol. 2 von K16

Nach einer Fahrzeit von etwa zehn Minuten zockelte der Zug (dessen Heizung gottseidank noch funktionierte) im nicht weit entfernten Wunstorf (kennen Experten) ein. Hinter besagtem Bahnhof vereinigen sich sechs Gleise mittels einer unendlichen Anzahl von Weichen zu vieren. Offensichtlich hatte das Enteisungskommando Nord-West keien oder keien gute Arbeit geleistet, es dauerte weitere fünf Minuten, bis die vereisten Weichen passiert waren. Wie durch ein Wunder kamen die Schüler aber dennoch pünktlich zur Vorstellung: der Hauptdarsteller saß im selben Zug.
 

71. Krisenmanagement von K16

und damit möchte ich keinesfalss auf die vorherrschende

Wirtschaftskrise ansprechen, sondern auf eine meterologistische

Krise namens Kyrill, die sich letztes oder vorletztes Jahr, mein

Gedächtnis lässt auch langsam nach, ereignete. Zur Erinnerung für

alle,. die deiese furchtbare Zeit vergessen haben: Orkan Kyrill

fegte mit Windgeschwindigkeiten von... na, halt mit einem

Irrsinstempo, das sich mancher ICE zum Vorblid nehmen könnte,

durch Deutschland und knickte ganze Wälder um. So auch eine

besonders hohe Kiefer zwischen Egestorf (Deister) und Wennigsen

(auch am Deister). Wer also von Barsinghausen (muss man nicht

kennen) nach Hannover (sollte man vielleicht kennen) wollte,

musste in Haste UMSTEIGEN... *dramatische Musik*
Nun ereignete es sich, dass in jener Nacht eine Schulklasse aus

besagtem Nest B. zwecks einer Theaterveranstaltung (der

berüchtigte zerbrochene Krug, Vorstellungsbeginn 20 Uhr) mit dem

19.21-Zug in die nicht wiet entfernte Metropole H. fahren wollte.

Problem: besagter Zug hätte besagte Strecke befahren, wäre nicht

besagter Baum wegen des besagten Sturms daraufgefallen. Da sich

großen Teilen besagter Schulklasse die Möglichkeit eröffnete, die

Reise teilweise mit dem Bus zurückzulegen, wurde diese dankbar

genutzt. Kleinere Teile dieser Klasse, die in abgelegeneren

Provinznestern wohnten, in denen der Bahnhof als Sehenswürdigkeit

und die Ankunft des Zuges als Großevent galt, mussten wohl oder

übel mit UMSTEIGEN *dramatische Musik* fahren. Zwecks dessen

bestiegen die kleineren Teile, insgesamt sechs Schüler also gegen

19.15 Uhr den für 16.11 Uhr angekündigten Zug in Richtung Haste,

der dort gegen 19.30 Uhr eintraf. Unter normalen Umständen wären

die Sechs wahrscheinlich noch pünktlich angekommen, aber es

herrschte, wie gesagt, Schneesturm. So stand das Doppeltrio, darunter übrigens eine amerikanische Austauschschülerin, die kein Wort Deutsch verstand, eine halbe Stunde lang am Haster Bahnhof herum, in einem weiteren Provinznest, das nur durch seinen Bahnhof, an dem sich zwei Eisenbahnstrecken treffen, zu einer lokalen Bekanntheit gelangt ist. Gegen acht Uhr traf dann der 'unbestimmt verspätete' 16.52-Zug ein, der aus senilen Antiquitäten-Waggons bestand, die scheinbar noch beide Weltkriege miterlebt hatten und dementsprechend aus dem letzten Loch pfiffen. Im Gegensatz zur nicht minder senilen Lok, deren Pfeife jedoch eingefroren war, was zur Folge hatte, dass der Zug an einigen Feldbahnübergängen die normale Schrittgeschwindigkeit nicht überschreiten durfte. Nach einer Fah
 

72. Mal so von einem sehr guten Freund part 2 von Torben

Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, rufen Sie uns bitte an. Sie erreichen uns unter der Service-Nummer 0180 5 ... (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend) täglich rund um die Uhr.



Wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen.



Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag



Maren Reinsch

Leiterin Kundendialog



(Die Frau heisst wirklich Reinsch!!! Wer die Simposns guckt, weiss, wie ich vor Lachen am Boden gelegen habe!!!!)



Nun habe ich also angerufen und gefragt, ob da jemand ist, der Reinsch heisst ( - Simpsons-Gucker wissen mehr!). Es kam raus, dass besagte Frau Reinsch die Chefin ist und nie selbst eine Mail beantwortet. Aha, also ein namenloser Wicht. Aber niemand wusste etwas, also nochmal geschrieben.... ist ja besser



Meine nächste Mail:



Sehr geehrte Frau Reinsch oder wer immer Sie auch sein mögen,



vielen Dank für Ihr Standard-Schreiben, in dem Sie netterweise keinerlei Bezug auf meine Mail genommen haben. Die von Ihnen genannte Nummer konnte mir auch nicht helfen. Daher nochmal die Frage: Wann hört das Getröte vor meinem Fenster auf?

Mit freundlichen Grüssen,

docfesser



Ich bekam nun eine Nummer, die ich anrufen sollte:

Auskunft: Entweder ist das die Baustelle, die noch bis Ende Mai da ist (SICHER NICHT, denn sonst schneide ich das Kabel von dem Tröteding eigenhändig ab!!! Habe ich dem Fuzzi von der Bahn auch erklärt), oder aber da ist gar keine Baustelle.... AHA...



Ich habe dem Bahnmenschen jetzt erklärt, dass ich mich ab Dienstag Nacht auf die Suche nach dem Krachdings mache und es abbaue..... er hat mir sein OK gegeben
 

73. Mal so von einem sehr guten Freund von Torben

Ich wohne unweit einer Bahnlinie in Lehrte. Bisher hat mich das auch nicht grossartig gestört. aber seit ca. einer Woche trötet nachts immer eine Sirene, weil da an den Gleisen gebaut wird. Einen Arbeiter konnte ich zwar bisher nicht entdecken, dafür trötet es immer fröhlich. Fängt um 23 Uhr an und endet so gegen 5... Heute wollte ich mich also mal bei der Bahn beschweren und schickte eine Mail... Mal lesen und dann weinen, wie die Bahn antwortet:



Meine Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit ca. einer Woche komme ich nicht mehr zum schlafen. Der Grund dafür sind irgendwelche Arbeiten an den Gleisen, die bei mir in der Nähe sind. Andauernd trötet ein blödes Signalhorn oder jammert eine Sirene. Ich habe das Gefühl, das dieses Mistding direkt unter meinen Fenster steht. Los geht die ganze Geschichte abends gegen 11 Uhr, wenn ich gerade versuche einzuschlafen. Sie hält die ganze Nacht über an, so dass ich mindestens 5 - 6 Mal aufwache. ES NERVT!



Wann sind diese blöden Arbeiten beendet? Ich bin nämlich kurz davor, diese Höllenmaschine zu suchen und stillzulegen.



Ausserdem wäre es schön gewesen, die wirklich betroffenen (!) Anwohner ggf. einmal zu informieren, dass sowas passiert.



Vielleicht können Sie mir ja meine Schlafstörungen, die ich irgendwie nicht einfach so hinnehmen will, mit einem netten Gutschein für eine Fahrt auf den hoffentlich bald reparierten Gleisen versüssen...



Mit freundlichen Grüssen

docfesser





Hier dann die wirklich hilfreiche Antwort der Deutschen Bahn:



Service der Deutschen Bahn



Ihre Nachricht vom: 4. April 2009

Unser Zeichen: 1-1927686157



Sehr geehrter Herr docfesser,



vielen Dank für Ihre E-Mail.



Wir bedauern Ihre Unannehmlichkeiten und haben Ihren Hinweis aufgenommen.



Unter der Telefonnummer 018...* erreichen Sie die Rufnummernauskunft der Bahn. Hier teilen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne alle öffentlich erreichbaren Rufnummern und Ansprechpartner im DB Konzern mit.



Ein kleiner Tipp: Wenn Sie das Stichwort "Rufnummer" unmittelbar nach der Begrüßung und dem darauf folgenden Hinweis zur Sicherung der Servicequalität nennen, verbindet Sie das System direkt mit einer zuständigen Mitarbeiterin bzw. einem zuständigen Mitarbeiter.



*14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend.





Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, rufen Sie uns bitte an. Sie erreichen uns unter der Service-Nummer 0180 5
 

74. Bahngeschädigte aus Düsseldorf von Rebecca

Finde ihre beiden Bücher einfach genial! Hab sie mit freude gelesen! Meist auf Fahrten zwischen Mainz und Düsseldorf. ;)

Mir sind auch schon so ein paar DInge in den letzten Jahren passiert. Fahre alle zwei Wochen nach Mainz und täglich nach Köln. Besitze eine Bahn Card 50 Comfort, nur frag ich mich noch wo der der bleibt. Seit neustem sind die tollen Fahrpläne der Bahn, die immer ausliegen in den Reisezentren, extrem unübersichtlich. 4 mal der gleiche Zug mit verschiedenen Nummern die auf weiter Informationen Hinweisen. Z.B. ob dieser Zug auch einem Freitag fahren aber nur unter Umständen die dann durch nachfolgende Infos wieder ausgeschlossen werden. Bis man den Plan durch hat ist der Zug weg und man kann nach dem nächsten schauen. Oder man wird aus dem ICE gebeten da dieser kaputt sei. Steh man dann auf dem S-Bahn Gleis, fährt der ICE ohne Probleme und ohne vorige Ansage ganz normal Richtung Köln weiter. Geschehen in Sigburg/Bonn.

Ganz toll auch die Werbung der Bahn.
Aufschrift auf Lokomotiven der Bahn (oft IC): "Unsere Preise schonen ihren Geldbeutel"

Da bleibt mir einfach die Spuke weg!

Macht weiter so! Der Stoff über den Wahnsinn des Bahn fahrens wird garantiert nichts ausgehen!

 

75. Schildbürgerstreich von Claudia

In meiner Heimatstadt IGB wurde vor gut 2 Jahren damit begonnen, Gleis 1 behindertengerecht umzubauen. Nach gut 1 1/2 Jahren war es dann auch soweit - der Bahnhof wurde feierlich wieder eröffnet. Anfangs hielten lediglich 1-2 Züge an besagtem Gleis, bis die DB feststellen musste, dass sie dadurch den Fahrplan nicht einhalten kann. Mittlerweile sind alle Behinderte, ältere Menschen sowie solche, die entweder mit Gepäck bzw. Kinderwagen beladen sind, gezwungen, wieder an Gleis 2 bzw. 3 ein- und auszusteigen, was mitunter lebensgefährlich ist.

Ihre Bücher finde ich übrigens absolut genial und habe beide regelrecht verschlungen.
 

76. bahn erlebnisse von C

1. anmeckern wegen eines angeblich nicht lesbaren aufdrucks auf dem semesterticket linie nordhausen-göttingen, kollegen konnten dies lesen
2. selbstgefährdete kids auf ice trasse wiesbaden-köln. Polizist im zug erkundigte sich leitstelle, nix!
3. oberleitungsschaden strecke altenbecken kassel, bahnhof bochum nicht bekannter schadensersatzgrund
4. Schnee im spessart, keine möglichkeit den bahnhof würzburg zu informeiren, dafür aber frankfurt, wie geht das?(gut war 1998?!)
5. ich habe die erfahrung gemacht, dass es sehnr hilfsbereite bahnbeamte gibt, abe rdie sind die aussnahme. privatbahnen dagegen sind top! sowohl eib als auch stb,metronom und cantus .nette leute nette zuvorkommende zugbegleiter
 

77. Schotter im Gleisbett !! von Uli

ab 24.03.2009
S-Bahn-Linie S6, RMV-Bahnlinien 30, 34 und 40: Aktuelle Störung
Aufgrund von Schotternsteinen im Gleisbett zwischen Bad Vilbel und dem Frankfurter Berg kommt es zur Zeit zu Beeinträchtigungen im Betriebsablauf der Züge der S-Bahn-Linie S6 und den RMV-Bahnlinien 30, 34 und 40.
Gleis gesperrt
Das Gleis von Bad Vilbel in Richtung Frankfurt ist gesperrt und kann nicht befahren werden.
Die Züge fahren auf dem Gegengleis
S-Bahn-Linie S6
Die sogenannten Kurzpendel der S6, die nur zwischen "Frankfurt Hauptbahnhof" und "Groß-Karben" verkehren entfallen.
Dies betrifft die Abfahrten in "Groß Karben" zur Minute 09 und 39 sowie in "Frankfurt Hauptbahnhof" die Abfahrten zur Minute 08 und 38.
RMV-Bahnlinien 30, 34 und 40
Aufgrund der Fahrt über das Gegengleis ist diesen Bahnlinien mit Verspätungen zu rechnen.

Stand: Dienstag, 24. März 2009, 13.20 Uhr
 

78. eins habe ich vergessen von Aaron

... natürlich habe ich die 40€ trotz nachträglicher Vorlage des Tickets nie wieder gesehen.....
 

79. 40 Euro und Schicksal's Rache von Aaron

Ich pendle täglich zwischen Aschaffenburg und Frankfurt.
Die Fahrt geht mit der Regionalbahn bis Hanau und dann weiter mit dem RE. Umstiegszeit: 10 Minuten.

Als anfang des Jahres jast ganz Deutschland unter einer Dicken Schneedecke versank war es wieder so weit: vereiste Weichen und die Regionalbahn kam fast 30 Minuten zu spät in Hanau an. (eltsamer Weise wird die Bahn (außer in AB, pünktliche Abfahrt!) nicht einmal über eine Weiche geleitet.

Ich hab mir im Kopf schon mal wieder eine triftige Begründung für meinen Chef überlegt als ich sah, dass der Regionalexpress immer noch in Hanau stand und nach einem Sprint entlang des ganzen Bahnsteigs von Gleis 101 nach Gleis 5 erfahren habe, dass der RE noch auf unbestimmte Zeit stehen wird, da -achtung- "...der Zugbegleiter noch nicht da ist". Einige Minuten später kam er dann angehechelt, entschuldigte sich gefühlte 1000 Mal und gab noch den Hinweis, dass man beim Übergang zwischen den Wagen aufpassen solle, da dort alles vereist sei.

Kurz drauf kam er in den Wagen und rutchte eben auf diesen Blechen aus.

Schicksalhafter Weise handelte es sich um den gleichen ZB der mir zwei Tage vorher 40€ wegen eines vergessenen (auf mich persönlich ausgestellten) Monatstickets aufgebrummt hat...

Grüße aus Bayern
 

80. Lesung in Leipzig von Stephan

Gestern abend war ich bei Ihrer Lesung im Leipziger Hbf, ein schöner und lustiger Abschluss eines interessanten Tages auf der Buchmesse. Anschließend bin ich tatsächlich mit dem Zug nach Hause gefahren und pünktlich angekommen. Eigentlich war der IC sogar 10 Minuten vor der planmäßigen Ankunftszeit in Dresden, allerdings wurde Anfang März die Fahrzeit zwischen Leipzig und Dresden aus unbekannten Gründen um 10 Minuten verlängert. Vermutlich soll so die Verspätungsstatistik "verbessert" werden.
Im vorigen Jahr war ich einmal morgens im ICE von Leipzig nach Saalfeld unterwegs. Im Speisewagen war ich der einzige Gast. Nachdem mich der Kellner bedient hatte, setzte er sich an einen freien Tisch und las in einem roten Buch mit dem Titel "senk ju vor traewelling"...
 

81. Herr Dottenhauer, die Geldkarte und der Fahrkartenautomat von Jack Track

Guten Tag Herr Spörrle und Herr Schumacher,

da Ihr Buchtitel mittlerweile schon als Werbespruch benutzt wird (gesehen in HH Hbf), wird Ihr Buch ausreichend bekannt sein und wie ich gerade sehe ist eine Fortsetzung eben erschienen. Damit sind meine Anmerkungen vielleicht schon überholt:

Zum Punkt 6 von "Alle gegen den Automaten und der Automat gegen alle" (Seite 34/35, 4. Auflage) hätte ich eine weitere Verwendung des "dunklen Sonnenschutz": Bitte diesen nicht abnehmen! Er wird noch gebraucht, wenn z. B. mit der Geldkarte (ein Thema für sich: Geldkarte und die Deutschen) bezahlt wird. Um zu verhindern, dass sämtliche hinter mir stehenden Reisenden und Diebe den Aufladebetrag meiner Geldkarte einsehen können, ist der Sonnenschutz unverzichtbar. Eine Eingabe bei der Bahn ergab, dass wohl wieder Herr Dottenhauer seine Finger im Spiel hatte: "Grundsätzlich halten wir den Vorschlag für sinnvoll, die Anzeige des Geldkartenguthabens auf Wunsch des Kunden zu unterdrücken. U.E. rechtfertigt allerdings der Programmieraufwand nicht den damit verbundenen Nutzen. Die vorgeschlagene Wahlmöglichkeit würde die Akzeptanz (Sicherheitsempfinden) der Kunden sicher verbessern, allerdings ist die Geldkarte das Zahlungsmittel mit der geringsten Nutzungshäufigkeit am Automaten". Diese Geschichte ist bereits neun Jahre alt, zwischendurch sollte die Bezahlmöglichkeit mit der Geldkarte aus Kostengründen ganz beendet werden, nun ist sie erstaunlicherweise wieder erlaubt.

Da Sie die Bahnhofsnamen fast alle beim richtigen Namen nennen, wundert es mich, dass Bochum-Wattenscheid (Seite 53 Fußnote) nicht Wattenscheid genannt wird. Trotz Eingemeindung steht immer noch Wattenscheid auf dem Bahnsteig und in den Fahrplänen. Die Stadt müsste laut DB die Umbenennung bezahlen und hat zum Glück keines dafür übrig. Auf Seite 139, (auch in der Fußnote) taucht Bad Zwischenahr statt Bad Zwischenahn auf. In der Jetztzeit ist kein Bahnhof Essen-Frillendorf (Seite 179) zu finden, in der Nähe liegt Essen-Kray Süd. Warum soll es in Eritrea keine Züge geben (Seite 191)? Schauen Sie sich mal die Fahrten auf www(Punkt)bahnurlaub(Punkt)de/zuege-e(Punkt)html an.

Auch bei den Berufen ist Ihnen ein kleiner Druckfehlerteufel eingeschlichen: Der Zerspanungsmechanikermeister (Seite 87) zerspannt nichts, sondern verändert Bauteile, in dem er sie mit Werkzeugen bearbeitet, die Späne erzeugen.

Da die Grenze zwischen Wahrheit (viel) und Fiktion (wenig) fließend ist, kann es in Ihrem Buch natürlich keine Fehler geben, eben so wenig wie bei der Bahn, nichts für ungut.

Viel Vergnügen und Erfolg bei den Fortsetzungen.


Mit freundlichen Grüßen

Jack Track
 

82. Irgendwo zwischen Berlin und Wittenberge (irgendwann zwischen 2001 und 2004)... von Tina

Nichts Böses ahnend auf dem Weg nach hause in einem etwas älteren Modell der Regionalbahn (bei der die Türen mit einer Drehung des Türöffners geöffnet werden. Natürlich schläft man nach einem Anstrengenden Tag in der Berufsschule auch mal in der Bahn ein.
Als plötzlich mit einem lauten “Geräusch“ eine dieser besagten Türen aufspringt und mich aus dem Schlaf reißt (meinen Gesichtsausdruck möchte ich nicht gesehen haben).

Nach einer Weile kam dann auch die DB Fahrkartenkontrolleurin, und bittet mich sie festzuhalten während sie die Tür (bei voller Fahrt) zu schließen. Da ich dank meiner Eltern ein gut erzogener Mensch bin hab ich natürlich versucht Sie festzuhalten.

Im nach hinein weiß ich das wir verdammt viel Glück hatten…es hätte ja sonst was passieren können.


Noch ein Lob an die Autoren.

Liebe Grüße Tina
 

83. Grausame Nacht im Berliner Hbf von Rosi

Das war eindeutig die schlimmste Nacht meines Lebens!
Da geht man voller Freude in Berlin zu einem Konzert und wie solche nun mal sind enden die nicht unbedingt schon um 20 Uhr!
Leider Fährt die letzte Bahn in richtung Stralsund und/oder Rostock um Punkt 20 Uhr!
Also muss man Notgedrungen die ganze Nacht bei Mc D....(wir wollen hier ja keine Werbung machen)verbringen bis zu dem Zeitpunk da man dort rausgeschmissen wird weil Geputzt werden muss.
Leider darf man laut Bahnschutzpersonal auch nicht auf den vorhandenen Bänken Sitzen und Schlafen dazu soll man doch bitte runter auf den Bahnsteig gehen! Mal abgesehen davon das es dort unten zieht wie Hechtsuppe!
Also ab auf den Bahnsteig und irgendwie auf den viel zu kleinen Bänken zusammenrollen und hoffen das man das ganze ohne Lungenentzündung übersteht!
Endlich kommt dann die Zeit des hoffens, denn der Zug soll ja schließlich um genau 6.30 einfahren! Ja! Normalerweise soll er das! Aber wir wollen nicht vergessen es ist die DB mit der wir fahren wollen!
NEIN!
Auf Grund Technischer Störungen im Betriebsablauf fällt der Zug dann komplett aus! Und man darf guter Laune die eine weitere Stunde auf den ach so bequemen Sitzgelegenheiten und in der wohl temperierten Abfahrtshalle verbringen!
Liebe Grüße Rosi
 

84. Erstklassiges Buch von Katja Lutz

Hallo Herr Schumacher und Herr Lutz,

ich finde euer Buch echt erstklassig geschrieben. So erstklassig, dass ich es gleich meiner Bekannten geschenkt habe. Wo die arbeitet??? Wo wohl wenn nicht bei der Bahn. Das hat eingeschlagen!!! Sie hat es sogar mal mit ins Reisezentrum genommen. Schlecht muss es nicht angekommen sein, denn bisher kann ich das Reisezentrum noch betreten und ich kann mich auch gefahrlos einem Schalter nähern, ohne das mir faule Eier oder ähnliches um die Ohren fliegt. Freue mich schon sehr auf Band 2. Als Buchhändlerin werde ich meine Bekannte sofort wieder in die Mängel nehmen und sie unter "literarische Späterziehung" stellen. Bitte macht weiter so!!!
Liebe Grüße, Katja
 

85. Horrorfahrt nach Usedom von Maximilian

Die Horrorfahrt begann um 7.03 ab Bad Niedernau. Bis Stuttgart lief alles glatt.Doch dann mitten auf der Strecke plötzlicher Halt.
Lokführer:"wegen Spielender Kinder auf den Gleisen polizeilich gesperrt etwa um eine 1/2 h verspätung, bitte um Verständnis"
In Berlin angekommen schnell zu Gleis 6 im Hbf Tief.
Unten angekommen:
Lautsprecherdurchsage:
"Der Euro City von Wien hat circa eine dreiviertel Stunde Verspätung."
Eine Viertelstunde Später:"Der Euro City von Wien hat wegen Probleme am Triebwagen Circa eine Verspätung von 15 Minuten"
Als der Zug endlich ankam und wir saßen, kam die Durchsage: "Triebkopfwechsel"
in Züssow angekommen, fuhren wir mit der Usedomer Bäderbahn nach "Ahlbeck Ostseetherme"
und anstatt um 18.15 kamen wir erst um 21.15 an.
Liebe Grüße Maximilian
 

86. Mein schlimmstes Bahnerlebnis von Frank

Mein schlimmstes Bahnerlebnis war, als ich im Jahr 2003 aufgrund eines Konzertbesuchs von morgens um 8:00 Uhr den ICE von Hamburg Hbf nach Kassel-Wilhelmshöhe nahm. Ich hatte hierzu natürlich eine Sitzplatzreservierung gebucht, diese nützte mir aber nichts, denn mein Sitzplatz war schon besetzt und der nette Herr, der dort saß, zeigte mir auch gleich seine Reservierung. es stellte sich heraus, das diese Reservierung doppelt vergeben wurde und der ganze Zug bereits voll war. Der sehr "nette" Zugbegleiter bot mir die Lösung an, im BordRestaurant Plazu zu nehmen (Ich würde sogar einen Kaffee kostenfrei bekommen). Allerdings war auch das BordRestaurant überfüllt und so musste ich dann 2 1/2 Std im Zug stehen. Das war mein "nettestes" Erlebnis bei der Bahn.

LG

Frank
 

87. Neue Bahn-Posse für Bahncard-Besitzer von Jonas

Ich lese gerade, dass die Bahncard auch auf die Sparpreis- und Dauerspezial-Tickets anwendbar ist. Aber nur die Bahncard 25. Wohingegen ich in eine Bahncard 50 investiert habe (die zu bekommen übrigens auch schon ein Abenteuer war). Die Hotline bestätigte mir nun, was ich zuerst nicht glauben wollte: Bahncard-25-Besitzer bekommen 25% Rabatt, Bahncard-50-Besitzer 0%.

Weiter so, Deutsche Bahn.
 

88. Ihr IMMER Bahn Interner von TicketFetischist

GERNE würde ich mal mit den Autoren der Bücher PERSÖNLICH in Kontakt treten, da ich als Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG zu allen INTERNER was sagen würde.... WAS "SO, oder SO " Zielsicheren Inhalt haben würde!

Freundlichste Grüße

Ein
TicketFetischist :)
 

89. Der Autozug bringt Sie und Ihr Fahrzeug sicher und bequem in den Urlaub II von Witti

Als mein Gatte dann einen Ton forscher anmerkte, dass es für die Kinder mehr als Zeit zum Schlafen sei, landeten wir dann ganz schnell doch in einem Liege¬wagen (Zitat: „schließlich hatten wir den ja auch nur gebucht!!!“), der natürlich auch noch mal herzurichten war. Soviel zum Troubleshooting! Bei dieser Fahrt war es dann kurz vor Mitternacht bis die Kinder endlich schlafen konnten. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie bequem es ist, mit übermüdeten Kindern um diese Zeit noch Betten zu richten.

Uns drängt sich der Eindruck auf, dass der Autozug ein ungeliebtes Kind der Bahn ist, dass möglichst unkomfortabel gestaltet wird, um die Gäste fernzu¬halten; mit dem Ziel ihn irgendwann ganz abschaffen zu können. Anders ist die Reduzierung der Terminals, der zunehmend reduzierte Service, das Fehlen von ausreichenden Warteräumen, die seltenen oder zeitlich ungünstigen Fahrten auch zu Ferienzeiten, in denen es häufig lange Wartelisten für den Zug gab/gibt, nicht zu erklären.

Bestärkt in diesem Eindruck hat uns dann der aktuelle Sommerfahrplan. Trotz der nicht durchweg positiven Eindrücke bei der vorgeschilderten Fahrt, hätten wir dem Autozug in den NRW-Herbstferien gerne eine zweite Chance gegeben. Das ist aber überhaupt nicht machbar. Wir haben vor, eine Quasi-Pauschalreise in Süddeutschland anzutreten, die bei zwei Wochen Gesamtferien von Samstag bis Samstag dauert, was m. E. auch normalen Reisezeiten entspricht. Was sollen wir Bahnreisenden dann mit Fahrtmöglichkeiten mittwochs u. sonntags. Noch haar¬sträubender ist das Angebot montags zurückzufahren; da wird die Schule in NRW längst schon wieder begonnen haben.

Den Mittwoch könnte ich zu Beginn der Sommerferien und in diesem Jahr hoffentlich auch zum Beginn der Weihnachtsferien noch nachvollziehen, aber nicht für die komplette Dauer des Fahrplans. Sollten Sie diesen überdenken und in den Herbstferien doch Fahrten freitags anbieten, wäre ich für einen Hinweis dankbar.

Wir würden uns wünschen, dass diese konstruktiv gemeinte Kritik wirklich zu einer Verbesserung Ihres Gesamtangebotes führt, da wir generell den Autozug für eine sehr gute Reisemöglichkeit halten.

Mit freundlichen Grüßen

P.S.: Ihr im Internet angebotenes Kontaktformular für Beschwerden lässt sich übrigens nicht öffnen, da es ein Problem mit dem Sicherheitszertifikat gibt!?!

 

90. Der Autozug bringt Sie und Ihr Fahrzeug sicher und bequem in den Urlaub von Witti

Hier mein Brief, den ich heute an die Kundenbetreuund des DB-Autozuges geschrieben habe: Unsere Reise mit dem DB-Autozug 19. – 27.12.08, Düsseldorf – München-Ost – Düsseldorf
In diesen Tagen erreichten uns Ihr aktueller Sommerkatalog für den Autozug sowie ein aktueller Newsletter. Beides nehmen wir gerne zum Anlass auf die im Rubrum näher bezeichnete Reise zurück zu kommen. Sie –Ihr Haus- werben/wirbt mit dem Slogan:
Der Autozug bringt Sie und Ihr Fahrzeug sicher und bequem in die schönsten Wintersportregionen
Das „sicher“ wollen meine Familie und ich gerade im Winter gerne angehen lassen, aber „bequem“ stellen wir -und sicherlich auch andere zahlende Gäste- uns anders vor, als was wir mit und im Autozug erlebt haben.

Es fängt schon damit an, dass bei Buchung die Fahrtzeiten nicht feststanden, Ihr Haus aber trotz hinterlegter Telefonnummer und E-Mail-Adressen nicht in der Lage zu sein scheint auf diesem Weg die Fahrtzeiten mitzuteilen, wie es beispielsweise bei Fluggesellschaften absolut üblich ist.

Die Hinfahrt am 19.12. startete mit gut 1,5 h Verspätung bei der Verladung. Dies war bei den herrschenden, winterlichen Temperaturen eine absolute Zumutung, zumal dieses Angebot gerade von älteren Menschen sowie Familien mit kleinen und kleinsten Kindern genutzt wird. Unsere Kinder im Alter von 5 u. 9 Jahren waren mehr als fertig als sie deutlich nach 23.00 h endlich auf ihren Liegen lagen. Der vorhandene Warteraum ist zudem für die Masse der Reisenden deutlich unterdimensioniert.

Zudem erfuhren wir von weiteren Mitreisenden, dass sie die Nacht in einem eis¬kalten Wagen verbringen mussten, da die Heizungsanlage ausgefallen war und es auch keine Umzugsmöglichkeiten gab; ungemein bequem.

Bei der Rückfahrt lief die Verladung reibungslos. Schade nur, dass es am Münchener Hauptbahnhof überhaupt keinen Warteraum gibt, in welchem man sich gerade mit Kindern -noch dazu mit einem behinderten Kind- bis zur Abreise aufhalten kann. Aufgrund des teilweise deutlich rechtsradikalen Publikums auf dem Bahnhof haben wir uns während der notwendigen Wartezeit sehr unwohl gefühlt.

Ferner hatten wir bei dieser Fahrt den –vielleicht gleichen, unreparierten- Wagen mit der defekten Heizung gezogen. Wir hatten Glück im Unglück; es gab nämlich noch freie Ersatzabteile. Dies erfuhren wir zeitlich jedoch erst als wir im gebuchten Wagen bereits unsere Nachtlager gerichtet hatten. Wieso ist es nicht möglich, die Fahrgäste bereits beim Einsteigen zu informieren??? Uns wurde dann sogar alternativ ein Comfort Deluxe Schlafwagen (allerdings 3 Betten für 4 Personen) angeboten; dieser war jedoch in München noch nicht bezugsfertig obwohl Ihre MitarbeiterInnen sicherlich seit Salzburg von der defekten Heizung wussten und vorsorgen hätten können.

Als mein Gatte dann einen Ton forscher anmerkte, dass es für die Kinder mehr als Zeit
 

91. "Herr Mehdorn, Ihr Produkt ist schlecht" von Siegfried Busch

Im letzten der benutzten Züge eines Sonntags habe ich erstmals laut gesungen und zwar eine improvisierte Arie "Herr Mehdorn, Ihr Produkt ist schlecht" und dies auch in einem offenen Brief an den Bahnoberhäuptling beschrieben und unter meinem Namen im Internet zu finden. Dank an Sonja (4. Eintrag ins Gästebuch), die realisiert hat, was ich schon lange wollte, nämlich die Durchsagen in Zügen und auf Bahnhöfen zu sammeln. Gibt's den schon: "...außerplanmäßiger Halt wegen eines vorausfahrenden Zuges"? Immerhin besser als nichts wie so oft!
 

92. An Katastrophe vorbeigeschrammt und wilde Umsteigeaktionen in Wunstorf 2 von Nico

Durch den Ersatzzug habe ich eigentlich einen Vorteil gehabt. Dadurch, dass es ein Ersatzzug ist, konnte ich in der 1. Klasse fahren. Doch dieses Vergnügen hatte ich nicht sehr lange. In Bremen Hbf ging es mit einer Verspätung von ca. 5 Minuten schon gleich los.
Ich habe mich in die bequemen Sessel gesetzt und habe etwas gelesen. Auf einmal hält der Zug in Wunstorf an – was er reguläre sonst nicht macht. Dann ertönt durch die Lautsprecher die Stimme des Zugchefs und sagte durch, dass der Zug einen Triebfahrzeugschaden hat und dass unser Lokführer diesen reparieren wird und es in Kürze weitergeht.
Einige Leute haben die Türe geöffnet und z.B. eine geraucht. Nach 20 Minuten kam dann eine leise Durchsage durch, dass der Triebfahrzeugschaden nicht zu reparieren sei und in 2 Minuten auf Gleis 10 (einmal durch die Unterführung durch) ein ICE einen zusätzlichen Halt einlege. Alle schnell ihre Sachen gepackt und mit den Beinen in den Händen rüber gerannt, weil man den ICE schon hat einfahren sehen.
Aber nun gibt es ein zweites Problem. Wir haben einen Zug, aber die Personen von zwei Zügen. Der Zug war dann so voll, dass man nicht mehr umfallen konnte. In Hannover – mit 30 Minuten Verspätung angekommen – war der Anschluss in Richtung Fulda natürlich weg. Nun hatte ich die Wahl. Entweder steige ich in einen total überfüllten IC oder ich warte bisschen länger auf den nächsten ICE. Ich habe mich für letzteres entschieden. Ich wartete auf dem Bahnsteig und habe währendessen anderen Leuten bei der Orientierung z.B. geholfen. Eigentlich sollte der ICE nach Fulda um 17.26 abfahren, aber dieser hatte dann auch nochmal 25 Minuten Verspätung wegen hoher Streckenauslastung.
Fazit von der Reise: Für die Strecke Bremen Fulda statt knappen 3 Stunden 4,5 Stunden.

Mfg Nico
 

93. An Katastrophe vorbeigeschrammt und wilde Umsteigeaktionen in Wunstorf von Nico

Ich habe mir vor den Weihnachtsferien das Buch geholt und habe es auf der Zugfahrt in den Urlaub gelesen. Ich habe mich königlich amüsiert und in einigen Situationen habe ich mich wiedergefunden.
Hier sind noch zwei Geschichten, die ich erlebt habe:
An Katastrophe vorbeigeschrammt:
In den Sommerferien letzten Jahres wollte ich von Soltau (Han) nach Nordenham fahren. Dazu sollte ich in Soltau um 18.09 die RB nach Bremen nehmen und im 19.16 Bremen auch erreichen. Nachdem ich mich in die Züge der BR 628 gesetzt habe, fuhren wir los. Während ich beim SMS schreiben war, erklang ein sehr lauter Knall. Alle Leute im Zug schreckten auf und haben sich umgeguckt. Währendessen hat unser Lokführer schon eine Notbremsung eingeleitet. Ein Polizist, der zufällig im Zug war, ging zum Lokführer, weil er gesehen hat was passiert ist. Der Lokführer und der Polizist sagten uns dann, dass wir im Zug bleiben sollen, weil sie zum Bahnübergang gehen müssen. Wir mussten dann 40 Minuten alleine im Zug irgendwo in der Pampa zwischen Soltau und Visselhövede sitzen. Als die Beiden dann wiederkamen sagten sie durch, dass wir in 10 Minuten in Fahrtrichtung rechts aussteigen und dann zur nächsten Hauptstraße laufen sollten, was wir dann auch getan haben. Aber steigt erst Mal mitten auf der Strecke aus. Insbesondere die älteren Fahrgäste hatten Probleme. Weil der Lokführer denen beim Aussteigen nicht geholfen hat, habe ich das mit übernommen.
Dann durften wir 15 Minuten im strömenden Regen zur nächsten Hauptstraße laufen und dort auch noch 10 Minuten auf den Bus warten, der uns nach Bremen bringen soll. Dann kam der Bus tatsächlich nochmal, aber da die nächste Überraschung. Statt bis Bremen bringt der Bus uns nur bis Langenwedel. Im Bus war die Stimmung trotz der Unannehmlichkeiten ganz gut und als wir in Langenwedel ankamen, hatte die Bahn es natürlich nicht nötig einen Ersatzzug einzusetzen, so dass wir 30 Minuten auf den nächsten regulären Zug warten konnten.
In Bremen kam ich dann um 21.07 statt um 19.16 an und mein letzter Zug in Richtung Heimat ist um 21.06 abgefahren. Dann bin ich ganz spontan zu meinen Großeltern gefahren, weil die eine bessere Eisenbahnanbindung haben.
Das Fazit von der Reise. Von Soltau nach Bremen 3 statt 1 Stunde. Einen Traktor an einem unbeschrankten Bahnübergang geschrammt (zum Glück nur geschrammt und nicht gerammt), aber dafür Freunde kennengelernt.
Wilde Umsteigeaktion in Wunstorf:
Ich wollte in den Sommerferien zu einem Freund nach Fulda fahren. Dazu habe ich mir den ICE 631 von Bremen nach München ausgeguckt, der in Bremen um 15.14 abfahren und in Fulda um 17.54 sein soll.
In Bremen gleich die erste Überraschung. Statt des ICE’s steht ein Ersatz-IC am Gleis. Nun ja. Zum Glück habe ich nicht reserviert und begabe mich in den Zug. Durch den Ersatzzug habe ich eigentlich einen Vorteil gehabt. Dadurch, dass es ein Ersatzzug ist, konnte ich in der
 

94. REs und Durchsagen 2 von Sonja

Der Rest der Durchsage:

Hätte ich die finanziellen Mittel würde ich mich selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen gründen aber so sind wir alle an die Gegebenheiten der Deutschen Bahn gebunden."
 

95. REs und Durchsagen von Sonja

Da ich hauptsächlich in REs unterwegs bin, würde ich mich über Überlebenstipps für Reisen in solchen sehr freuen. Besonders zum Umgang mit "Musik über Handylautsprecher- Hörern".
Hier ist meine Sammlung von den schönsten Durchsagen in REs:

(Der Zug hält auf der Strecke an)
Zugführer: "Aus mir unbekannten Gründen verzögert sich die Weiterfahrt um einige Minuten."

(Hagen Hbf)
Schaffner: "Sehr geehrte Fahrgäste, in kürze führen wir einen Zugführerwechsel durch. Die Weiterfahrt verzögert sich um zehn Minuten, da der Zug, in dem der neue Zugführer sitzt, Verspätung hat."

Durchsage am Bahnhof: "Der ICE richtung München über Köln fällt aufgrund einer Triebwagenstörung leider aus. Ein Ersatzzug steht am Gleis bereit. Ein Anschluss in Köln an den IC Richtung München wird ANGESTREBT!"

Schaffnerin: "Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen im RE4 nach Aachen, über Witten, Hagen, Wuppertal, Düsseldorf etc. Zur Zeit führen wir eine Verspätung von 19 Minuten mit uns aufgrund von..... (Pause) .... weil..... (Pause) ......wegen einer Verspätung auf der Hinfahrt!"

Zugführer: "Wenn der Typ da hinten mal aus der Tür verschwinden würde, könnten wir auch losfahren!!!"
( 20 Minuten später)
Schaffner:"Aufgrund eines Notarzteinsatzes führen wir eine Verspätung von 20 Minuten mit uns. Der Typ ist leider nicht aus der Tür gegangen..."

Zugführer: "Nächster Halt Witten Hauptbahnhof, Ausstieg in Fahrtrichtung links - und viel Spaß mit dem Pferd!" (Hintergrund: Jemand hat sein Pony im Zug von Dortmund nach Witten transportiert...)

(Zur Erklärung: Das NRW Ticket muss Student sich selbst ausdrucken - es ist ein Din A 4 Blatt mit einem Rechteck in der Mitte, welches das Ticket darstellen soll. Solches schneidet Student gerne aus, damit das Portemonaie nicht ganz so dick ist.)
Schaffner zum Kommilitonen: "Ihr Ticket ist ungültig, sie haben den grauen Rand abgeschnitten!"
Tuckenschaffner (geschminkt) kommt dazu und fragt seinen Kollegen: "Wieder einer mit nem abgeschnittenen Rand?"
"Jo."
"Hach...Es werden immer mehr."

Last but not least - Mein persönlicher Held:
(Zug hält kurz vor Dortmund HBF auf der Strecke an)
Durchsage vom Zugführer:
"Sehr geehrte Damen und Herren,zur Zeit führen wir eine Verspätung von 8 Minuten mit uns. Einigen von ihnen wird es schon aufgefallen sein: Wir sind zur Zeit nur mit drei Personenwagen unterwegs und haben ein sehr hohes Fahrgastaufkommen. Das verzögert die Zeit beim Ein- und Aussteigen. Jetzt müssen wir noch einen Überholvorgang abwarten. Die Weiterfahrt verzögert sich also um weitere Minuten.
Normalerweise würde ich mich an dieser Stelle entschuldigen, aber: Ich kann ja nichts dafür!!!
Hätte ich die finanziellen Mittel würde ich mich selbstständig machen
 

96. Ändert gar nichts von Reinhard Schmitt

So eindrücklich das Buch - freilich überzeichnet - vom Bahnalltag berichtet: Ich als Nur-Bahnfahrer kann davon Lieder singen. Aber: Es ist mit diesem Buch so wie mit aller Kritik in dieser Gesellschaft: Sie können schreiben und sagen (fast alles) was sie wollen. Es hört gar keiner hin. Schon gar nicht die, die es betrifft. Was alles über den Börsengang der Bahn und seine Folgen öffentlich angesprochen wird, interessiert niemanden von denen, die Verantwortung für die Bahn tragen. Und das ist nicht zuerst Herr Mehdorn - das sind die Politiker aller Parteien, leider auch der sog. Grünen. Denn sie verantworten das Chaos um die Bahn; Herr Mehdorn ist nur gnadenloser Vollstrecker eines politischen Willens. Das ganze Bahnsystem ist in Frage zu stellen. es geht schon lange nicht mehr um einen zufriedenen Reisenden. Die Autoren reden von den 10 Bahnmitarbeitern im Zug gegen 400 Reisende. Wann artikulieren sich die Millionen Bahnkunden mal hörbar? Wann streiken mal die Reisenden eine Woche lang?Solche Bücher wie das von Spörrle und Schumacher sollten ermutigen.
 

97. Schlimmer geht immer - es gibt nichts, was es nicht gibt! von Travelamiga

Senk ju for träwelling - das Buch ist leider bittere Realität. Genial geschrieben, aber leider keine Komödie, sondern die blanke Wahrheit. Schimmer geht aber immer: travelamigos.de

Auch hier können Erlebnisse mit und in der Bahn gesammelt werden! Leidensgenossen gesucht und ausdrücklich erwünscht ;-)

 

98. Gibt's da Taxis? von Anna Maria Boß

Ich gebe zu, es ist eine schlechte Idee von mir, aus einer bayerischen Kleinstadt mit der Bahn weg, und auch wieder hinreisen zu wollen. Ich tue das eigentlich auch nur bei Dienstreisen. Eine solche führte mich von Unterfranken in eine Kleinstadt bei Bremen. Der Hinweg, mit nichts als den üblichen halbstündigen ICE-Verspätungen, verlief unbedeutend. Auf der Rückreise kam der ICE in Würzburg it dreistündiger Verspätung an. Ich hätte dort einen Anschlußzug erreichen müssen, der mich zu einem weiteren Umsteigebahnhof und zu einer Privatbahn (die im Gegensatz zur DB sauber und weitgehend pünktlich ist, es sei denn, sie wartet auf einen Zug) bringen sollte.
Zu meiner Überraschung wurde dieser Anschlußzug tatsächlich als noch erreichbar durchgesagt - wie gesagt, trotz dreistündiger Verspätung. Das Rätsel löste sich am Abfahrtsgleis: Dieser Zug hatte bereits vier Stunden Verspätung.
Wiederum überraschend fand sich trotz später Stunde noch ein lebendiger, ansprechbarer Bahnmitarbeiter am Bahnhof, dem ich mein Problem schilderte: auch wenn die Privatbahn oft wartet, vier Stunden sind denn doch etwas lang. Seine Reaktion war der Vorschlag, mich in eine von zwei anderen Kleinstädten zu schicken, um von dort dann ein Taxi zu nehmen, sofern es, was er nicht wußte, in den betreffenden Städten nachts überhaupt noch Taxis gäbe.
Meine Weigerung, auf diesen beeindruckend gut durchdachten Vorschlag einzugehen, erfüllte den freundlichen Herrn mit blankem Entsetzen. Es wundert mich bis heute, daß ich tatsächlich noch am selben Tag mein Ziel erreichen konnte, wenn auch im Taxi, und nicht mit der Deutschen Bahn.
 

99. Phänomales Buch von Dennis Linke

Hallo,

heute habe ich das Buch geschenkt bekommen. Und da ich sehr gerne mit dem ICE unterwegs bin, ist es genau das richtige für mich. Schon die ersten Seiten fand ich einfach nur geil. Freue mich schon aufs Weiterlesen. Mit Freude habe ich dann diese Website gefunden und dann kann ich mich auch noch mit einem Beitrag am nöchsten Buch beteiligen. Gerne möchte ich den hier schon einmal wiedergeben:
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Mittwoch, 10.09.2008: Die Fahrt hatte er sich bestimmt ganz anders vorgestellt. Schräg gegenüber sass mir ein älterer Herr. Seinem Dialekt zu urteilen, musste er aus einem süd-östlichen Land kommen. Wir sassen im ICE 633 (aus Bremen) und wollten in Richtung Süden. Der Herr nach Erfurt und ich nach Kassel. Um 18:34 Uhr ging es los, nachdem der Hamburger Zugteil mit zehn Minuten Verspätung in Hannover eingetroffen war. Die Umsteigezeit für den Fahrgast nach Thüringen wurde immer knapper. Bereits um 19:10 Uhr fährt der RegionalExpress in Göttingen in die thüringerische Landeshauptstadt ab und mit unserer Verspätung wurde dies ein „Sekt-oder-Selters“-Spiel. Kurz nach der Abfahrt in Hannover kam auch schon der Zugbegleiter zum Fahrkarten-Check. Auch er zeigte seine Fahrkarte hin, dennoch gab es wohl Differenzen. Der Bahn-Angestellte machte ihn darauf aufmerksam, dass seine Fahrkarte von Frankfurt nach Bielefeld ging und das hier eine ganz andere Strecke sei. Der ältere Mann zeigte ihm dennoch seine Fahrplanauskunft, die er am ServicePoint erhielt. Auf dieser stand die Strecke von Hannover über Göttingen nach Erfurt. Der Zugbegleiter machte ihn noch mehrmals darauf aufmerksam, dass das mit seiner Fahrkarte nicht funktioniere und letztendlich das es auch der Reisegast ein und löste das fehlende Ticket nach. Der Zugbegleiter setzte seinen Gang zu den anderen Reisenden fort und war in der Annahme, dass seine Tätigkeit hier abgeschlossen war. Der Fahrgast musste immer noch irritiert gewesen sein. Er telefonierte und verstand wohl nicht, warum sein Ticket hier nicht zählte und als der Zugbegleiter wieder vorbei kam, sprach er ihn noch einmal an. Er gab ihm das Handy und übernahm das Gespräch. Ein Lächeln ging über seine Lippen und am Ende des Gesprächs war die Sachlage für ihn aufgeklärt. Er wies den Fahrgast darauf hin, dass die Auskunft vom ServicePoint falsch sei und sie ihm eine falsche Verbindung ausgedruckt hätten. Der Zielort sollte nicht Erfurt sondern Herford sein. Der Fahrgast war erst leicht geschockt, aber schnell gefasst und lächelte dann auch. Anscheinend hatte man ihn am ServicePoint in Hannover nicht richtig verstanden, so dass man ihn auf dem Weg nach Thüringen geschickt hat. Zum Glück konnte die Situation noch in diesem ICE aufgeklärt werden. Der Zugbegleiter erstatte ihm die Fahrkarte nach Erfurt wieder. Denn mit seiner schon vorhandenen Fahrkarte war das Ziel Herford zu erreichen: Die Stadt liegt bei Bielefeld. Schade nur, dass er den Umweg nach Göttingen in Kauf ne
 

100. Der 1. Klasse Effekt von Christoph Dommermuth

“Der 1. Klasse Effekt. Wenn Sie ankommen ist Ihre Arbeit erledigt, aber nicht Sie.”

Mit diesem Slogan wirbt die Bahn seit geraumer Zeit in verschiedensten Tageszeitungen und Magazinen. Als Vielflieger oder Autofahrer kann man bei solchen Aussagen schon mal ins Grübeln kommen und an den Seitensprung mit der Bahn denken, denn vielversprechend hört es sich auf jeden Fall an. Fliegen bedeutet auch immer früh genug am Flughafen zu sein, um auch wirklich durch die Sicherheitskontrollen zu kommen (wir erinnern uns hier an ältere Artikel, wo ich über die Tücken bei den Sicherheitskontrollen berichtet habe.), Autofahren bedeutet eher das man morgens eine Tasse Kaffee weniger trinkt, denn der Puls geht beim Fahrstil einiger schon ganz von alleine nach oben. Aber auch der 1. Klasse Effekt bleibt zur Zeit bei der Bahn aus, wenn man gewisse Strecken nicht schon zwei bis drei Wochen vor Fahrtantritt bucht. Die Problematik mit den Achsen der neueren ICE Züge hat nun endlich auch auf die Fahrgäste übergegriffen die ein wenig mehr für Ihre Fahrt zahlen und sorgt für volle Gänge in der 1. Klasse. Denn genau dort sitze ich heute morgen auch. In der 1. Klasse, jedoch auf dem Boden, genau zwischen dem ersten und zweiten Wagon. Natürlich auch in Gesellschaft, denn mindestens 20 weitere Fahrgäste, die ein 1. Klasse Ticket erworben haben um den 1. Klasse Effekt zu genießen geht es nicht anders. Man macht schon Witze, dass man doch Hocker aufstellen könne und vertreibt sich mit der kostenlosen Tageszeitung die wirklich anregende Fahrt. Von Erholung ist hier wirklich nicht die Rede und nach dem Blick in die heutige Ausgabe der Welt Kompakt steigt der Blutdruck allmählich höher und höher. Denn was müssen die müden Augen auf einer der ersten Seiten lesen: "Der 1. Klasse Effekt. Wenn Sie ankommen ist Ihre Arbeit erledigt, aber nicht Sie." Diese Werbung liebe Bahn, sollte man in der aktuellen Lage einfach auslassen, aber das erzähle ich Ihnen bestimmt nichts Neues. Mit meiner Meinung bin ich bestimmt auch nicht allein, denn ich sehe gerade mindestens 20 Personen, die dem Schaffner Zugbegleiter ihr teuer erworbenes Ticket am liebsten um die Ohren hauen würden. Und kommen Sie mir nun nicht mit: "Dann hätten Sie eben früher buchen müssen!", denn das habe ich bereits vor über einer Woche getan. Fast vergessen hätte ich beinahe das nette, immer hilfsbereite Personal auf dem Bahnhof. Denn dort entgegnete man mir auf meine Frage, ob ich denn noch eine Reservierung bekommen könne mit: "Sie haben doch schon im Internet gemerkt das nichts frei ist!" Na sicher habe ich gesehen, dass der Computer mir keine Reservierung mehr geben konnte, doch das kann ja bekanntlich viele Gründe haben. Eine bisschen freundlichere Art und Weise im Umgang mit dem Kunden ist hier wohl angebracht.
 

101. Und wie Sie trotzdem ankommen? von Martin Reti

Just am 25.11. morgens hielt meine Kollegin in Berlin "Senk ju vor träwelling" in die Höhe. Nie hätte ich gedacht, dass die Realität mich so schnell einholen sollte ... Ich habezwar schon einiges in punkto Bahnreisen erlebt, aber die Rückreise von Berlin nach Schwäbisch Hall war der absolute Höhepunkt. ICEs verkehren ja auf der Strecke Berlin-Nürnberg zurzeit nicht. Also verkehrte stattdessen ein IC. Aber auch dem gelang es nicht, pünktlich zu sein. 19 Minuten Verspätung in Nürnberg bedeuteten, dass der Regeionalexpress nach Schwäbisch Hall seit 4 Minuten (!) weg war, obwohl während der Fahrt noch angekündigt wurde, dass die Anschlüsszüge benachrichtigt würden. In Nürnberg stellte ich also gegen 20:40 Uhr fest, dass ich nicht mehr nach Hause kommen würde. Mein Weg führte zur Warteschlange am Servicepoint. Um ca. 20:50 Uhr war ich vorne. Die Dame am Servicepoint wies mich an nach Ansbach zu fahren und dort einen Taxigutschein einzulösen. Auf meinen Einwurf, ich könne doch in 5 Minuten sogar bis Crailsheim (nochmals 30-40 km näher an mein Ziel) kommen, zuckte sie die Schultern und meinte: "Den kriegen Sie sowieso nicht mehr". Klar, ein Stempel, ein Kreuzchen und zwei kurze Einträge auf dem Gutschein dauerten tatsächlich 5 Minuten und der Zug war weg. Also ging´s erst nach einer knappen Stunde (21:55 Uhr) Richtung Ansbach. Dort um 22:40 Uhr angekommen, herrschten mittlerweile Temperaturen um den Gefrierpunkt und das Beste: Die versammelten Taxifahrer einklärten einmütig, dass sie den Gutschein nicht einlösen würden, weil die Bahn ihnen zu wenig dafür bezahlt und sie nicht zu Überlandfahrten verpflichtet wären. Auch das Angebot, aus eigener Tasche noch was draufzulegen, wurde von den Taxifahrern abschlägig beschieden. Ganz wörtlich: "Es ist uns egal, wie Sie die Nacht verbringen". Vielen Dank für die Hilfsbereitschaft. Hotels öffneten nicht mehr, Mietwägen waren nicht vorhanden, der letzte Weg führte zur Polizeiwache, wo ich von 0 bis 6 Uhr im Vorraum die Nacht verbrachte. Eine perfekte Rückfahrt. Also: Vorsicht vor Taxigutscheinen der Bahn, probieren Sie lieber den Hotelgutschein und teilen Sie mir dann mit,. ob wenigstens diese eingelöst werden.
 

102. Regionalbahn Kassel-Frankfurt von Student aus Kassel

Hallo,
ich kann nur bestätigen, dass die Fahrten mit der Regionalbahn das aller schlimmste sind. Bisheriges Highlite: 3 Stunden Verspätung wegen Kühen auf den Gleisen vor Treysa. Alle Reisende waren stinksauer...unter anderem auch weil die Ursache für das "Stillstehen" so lange von der Bahn verschwiegen wurde. Da half auch ein "Wir entschuldigen uns für die Verspätung und wünschen Ihnen einen schönen Abend" nichts mehr.
 

103. Brezelverkäufer von Daniel P

Liebe Autoren
Ich habe Ihr Werk mit Genuss gelesen und konnte einige der geschilderten Umstände- wenn auch in weitaus realistischeren Dimensionen- wiedererkennen. Ein hochinteressantes Erlebnis meinerseits ist jeodch immerwieder die Begegnung mit einer Art Brezelverkäufer auf der Strecke Rottweil- Stuttgart. Ein Mann aus den neuen Bundesländern, der zwar immer einen hochwertigen, freundlichen Service bietet, mir aber jedesmal ein Schmunzeln entlockt- denn dieser Herr nennt Preise seit gut 3 Jahren immernur in Cent ("Schdüddgarder Höfbräu gösded zweehünderachtzüsch cent!")Tatsächlich scheint dieser Mann seinen Job zu lieben- ohne zu merken, dass sein Sinn für Humor Minusgrade erreicht- jedoch lange nicht so niedrig ist wie der des Kontrolleurs, der mir 40 Euro berechnete, weil auf einem schweineteuren Wochenticket für die Strecke Köln- Troisdorf Spich die Nummer meiner Kundenkarte fehlte. Soviel zum Thema Kundennähe bei der Bahn. Wobei ich fairerweise erwähnen muss, dass die Situation einen Tag später am Kölner Hauptbahnhof geklärt werden konnte. Hätte ich Ihr Buch doch nur früher gelesen- oder besser- hätten Sie es doch nur früher geschrieben ;)
In diesem Sinne- Herzliche Grüße von einem mittlerweile sehr aktiven Autofahrer
 

104. Danke für das Buch von Birgit S.

Bitte mich nicht mit vollen Namen verraten - arbeite bei der Bahn und fahre jeden Tag hin und zurück mit der Regionalbahn. Da erlebt man einiges. Zu den täglichen Wahnsinn ist nichts weiter zu sagen.Außer die Leute schauen irritiert, wenn ich mir das schmunzeln bzw. lachen nicht verkneifen kann beim Lesen des Buches. Das Buch wird sicherlich unter Kollegen seine Runde machen. Hab schon Anfragen diesbezüglich. Wann kommt Teil 2?
Herzliche Grüße von einen lang gedienten Bahner.
 

105. Gestrandet in Bad Friedrichshall/Jagstfeld von Christian

Mein schlimmstes Bahnerlebnis hatte ich dieses Jahr im Mai.
Ich war mit einem Freund in Würzburg auf einer Veranstaltung. Den Hinweg haben wir gemeinsam in seinem Auto bestritten. Da ich aber am selben Abend noch eine Verabredung in Heidelberg hatte, verließ ich besagte Veranstaltung in Würzburg gegen 17 Uhr, um mit dem Zug nach Heidelberg zu fahren. Etwa 10 Minuten hinter Würzburg Hbf hielt der Zug an. Nach etwa 15 Minuten wurden wir informiert, dass ein durch Unwetter ausgelöster Oberleitungsschaden der Grund ist. Weitere 20 Minuten später fuhren wir dann weiter, nur um nach 20 Minuten mitten in der Pampa aus dem selben Grund erneut zu halten. Nach 30 Minuten Stillstand wurden uns Ersatzbusse versprochen, die dann auch nach weiteren etwa 45 Minuten eintrafen, nachdem die Bahn es geschafft hatte, 3 Fahrer eines ortsansässigen Busunternehmens aus dem Feierabend zu klingeln und zur Fahrt ins Ungewisse zu bewegen. Diese fuhren dann (ungefähr in Schrittgeschwindigkeit) über Osterburken und Mosbach/Neckarelz nach Bad-Friedrichshall/Jagstfeld. Für Osterburken und Mosbach wurden den Fahrgästen S-Bahn-Anschluss versprochen, der jedoch unwetterbedingt nicht stattfand. Auch der für Bad Friedrichshall/Jagstfeld versprochene Regionalexpress nach Heidelberg fuhr wegen Unwetter nicht. Praktischerweise war es dann auch schon nach 22 Uhr, so dass auch ohne Unwetter kein Zug mehr von diesem gottverlassenen Provinzbahnhof gefahren wäre. Somit waren etwa 200 Reisende gestrandet in der badischen Steppe.
Da ich schon auf der Fahrt im Schienenersatzbus stark daran gezweifelt hatte, in Bad Friedrichshall jemals einen Zug zu Gesicht zu bekommen, habe ich vom Handy aus meinen Freund in Würzburg angerufen. Dieser war gerade dabei, die Veranstaltung dort zu verlassen und so konnte ich es arrangieren, dass er auf dem Rückweg von dort mich in Bad Friedrichshall aufgabelt - er hätte ohnehin an diesem Kaff vorbeifahren müssen. Praktischerweise fuhr er einen Van, so dass wir noch 5 verzweifelte Menschen mitnehmen konnten, die ebenfalls Richtung Heidelberg mussten. Was aus den übrigen 195 Leuten in Bad Friedrichshall wurde, wird man wohl nie erfahren. Als wir mit dem Van davonfuhren, versuchten sie jedenfalls gerade, die Fahrer der Ersatzbusse zu beknien, sie nach Heidelberg und Heilbronn zu fahren auch wenn die Bahn dem Busunternehmen nur für die Fahrt vom stehengebliebenen Zug nach Bad Friedrichshall eine Bezahlung versprochen hatte.
 

106. Wirklich Satire? von Nicole

Hallo liebe Autoren,

ich habe heute die ersten 100 Seiten des Buches gelesen und muss entgegen vieler anderer Meinungen leider sagen, dass ich etwas enttäuscht war.

Da ich und meine Familie selbst sehr häufig mit der Bahn unterwegs sind, wissen wir um die komischen Sachen die einem bei so einer Reise passieren können.Das Leben schreibt so viele reale Geschichten!Gerade deshalb kann ich Passagen wie beispielsweise die mit dem verschütteten Kaffee gar nicht nachvollziehen. Da meiner Erfahrung nach immer Deckel im Bordbistro ausliegen, ist es nicht schwierig den Kaffee von A nach B zu befördern. Ich hatte häufig das Gefühl, dass man versuchte die Seiten zu füllen.

Mein Fazit ist: recht amüsant, aber Satire funktioniert in meinen Augen auf einer anderen Art.

MfG
Nicole
 

107. Eine Anregung zum Buch 'senkju...' von Dr. Karleugen Habfast

Liebe Autoren!
Ich habe Ihre Satire mit großem Genuss (in einem Zug! - Aber nicht im Eisenbahnzug)- gelesen und Ihre Schilderungen mit meinen Erfahrungen verglichen: Ausnahmslos gut und richtig, nur manchmal noch untertrieben. Deshalb als Anregung vielleicht:
Der Transport von Gehbehinderten und Alten kommt leider nicht vor.
Ich bin eines dieser armen Schweine und wäre, insbesondere beim Umsteigen, ohne die Bahnhofs-Missionen nicht reisefähig. Und ich bin dankbar, dass die Bahn so tolerant ist, diese Wohltäter auf den Bahnhöfen zuzulassen, auch wenn sie dem Reisenden bei jedem 'Einsatz' ein Beispiel geben dafür, wie das Reisen auch sein könnte. -- Aber wahrscheinlich ist halt der Imageschaden kleiner als der Verlust der vielen behinderten Kunden, bzw. der noch nicht vertrieben Alten. Hinzu kommt ja noch, dass viele Behinderte ganz umsonst fahren. Warum, um Himmelswillen, soll man sich um die auch noch kümmern. Das wäre doch v i e l zu teuer.
Und da kommt es auch nicht mehr darauf an, dass die erste Klasse, im Gegensatz zu früher, immer am hinteren oder am vorderen Ende des Zuges ist, und dass deshalb beim Umsteigen 'auf dem gleichen Bahnsteig' immer gemeint ist: Umsteigen , diagonal gegenüber, auf dem gleichen Bahnsteig. Entfernung: Gefühlte 800 Meter, Umsteigezeit nach Fahrplan: 5 Minuten. Das schafft oft nicht mal die Bahnhofsmission.

MfG
K. Habfast
Bremen

P.S.: Eine Mail gleichlautenden Inhaltes konnte nicht zugestellt werden, da Ihr Postfach voll ist.

 

108. Eine Anregung zum Buch 'senkju...' von Dr. Karleugen Habfast

Liebe Autoren!
Ich habe Ihre Satire mit großem Genuss (in einem Zug! - Aber nicht im Eisenbahnzug)- gelesen und Ihre Schilderungen mit meinen Erfahrungen verglichen: Ausnahmslos gut und richtig, nur manchmal noch untertrieben. Deshalb als Anregung vielleicht:
Der Transport von Gehbehinderten und Alten kommt leider nicht vor.
Ich bin eines dieser armen Schweine und wäre, insbesondere beim Umsteigen, ohne die Bahnhofs-Missionen nicht reisefähig. Und ich bin dankbar, dass die Bahn so tolerant ist, diese Wohltäter auf den Bahnhöfen zuzulassen, auch wenn sie dem Reisenden bei jedem 'Einsatz' ein Beispiel geben dafür, wie das Reisen auch sein könnte. -- Aber wahrscheinlich ist halt der Imageschaden kleiner als der Verlust der vielen behinderten Kunden, bzw. der noch nicht vertrieben Alten. Hinzu kommt ja noch, dass viele Behinderte ganz umsonst fahren. Warum, um Himmelswillen, soll man sich um die auch noch kümmern. Das wäre doch v i e l zu teuer.
Und da kommt es auch nicht mehr darauf an, dass die erste Klasse, im Gegensatz zu früher, immer am hinteren oder am vorderen Ende des Zuges ist, und dass deshalb beim Umsteigen 'auf dem gleichen Bahnsteig' immer gemeint ist: Umsteigen , diagonal gegenüber, auf dem gleichen Bahnsteig. Entfernung: Gefühlte 800 Meter, Umsteigezeit nach Fahrplan: 5 Minuten. Das schafft oft nicht mal die Bahnhofsmission.

MfG
K. Habfast
Bremen

P.S.: Eine Mail gleichlautenden Inhaltes konnte nicht zugestellt werden, da Ihr Postfach voll ist.

 

109. Zu Ihrem Buch: senk ju vor träwelling von Georg Klinkhammer

Sehr geehrter Herr Spörrle, sehr geehrter Herr Schumacher,
zunächst einmal vielen Dank für diese herrliche Satire. Ich habe mich köstlich amüsiert. Natürlich schildern Sie stark überspitzt - so ist Satire eben - die Situationen, in die Bahnfahrer geraten können, aber der berühmte Funke Wahrheit (oder ist's doch vielleicht schon ein Böschungsbrand) steckt in allen Schilderungen.

Aus meiner Sicht fehlt ein wenig, was der Titel verspricht: Die witzigen Versuche der Zugchefs, Englisch zu sprechen. Bisher - und ich begebe mich ebenfalls viel in das Abenteuer Bahn - war noch niemand dabei, der einen Crashkurs in Englisch erfolgreich bestanden hätte.

"Leidies änd gentelmään, mai näim is Frank Schührer, änd aim not in se posischen tuu ixplein ju wot aim hier vor. Meibie tu lätt ju hier sam fannie Inglisch".

Noch einmal, Ihr Buch ist ein absolutes Muss für Bahnreisende und solche, die es (nicht) werden wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Klinkhammer
Waldstraße 72
04105 Leipzig
0341-2232291
0176-63061015
wwwPUNKTautorenPUNKTleipzigMINUSkompaktPUNKTnet

P.S.: Eine Mail gleichlautenden Inhaltes konnte nicht zugestellt werden, da Ihr Postfach voll ist.
 

110. Und es stimmt doch... von Marco Bereth

Hallo zusammen,
ich hatte in meinen Semesterferien vom 20. Juli bis 20. August ein Deutschlandpass, also einen Bahncard100 und bin damit 22.222 km gefahren, ja gut ....fast 22.150 oder so.

Vorgestern also nach 29 Tagen auf Achse hab ich mir das Buch gekauft und es stimmt wirklich fast alles ;-)

Als Würzburger weiß ich natürlich, dass es kein Gleis 16 gibt und von Gleis 1 auch kein Zug abfährt*g*

Aber als ich dann im IC heute von Nürnberg nach Ansbach saß und die Stelle las, an der Ansbach genannt wird, und mein Zug gerade im der Pampa am Halten war.... da hab ich angst bekommen *gg*

Echt super Buch! Nur nicht ganz billig mit 12 EUR für gerademal 190 Seiten, aber gelohnt hat sich's trotzdem!
 

111. und der Rest (schade ist so kurz wie morgens der RE) von M. E. Dorn

den Zug zu verlassen,
empfehle ich Ihnen aus gesundheitlichen Gründen, die Türen in Fahrtrichtung links zu benutzen."
Auch diese Durchsage habe ich danach nie wieder gehört. Sicherlich auch eine bahnarbeitsrechtliche
Verfehlung, hier von den üblichen Textvorlagen abzuweichen.
 

112. ...hier die Fortsetzung des nächsten Eintrages von M. E. Dorn

... Sprachgebrauch (wobei ich nicht weiß, ob die Zitierten heute
noch bei Herrn Mehdorn in Lohn und Brot stehen):

1. Auf einer Heimfahrt bewegt sich der IC auf den Halt Bad Oeynhausen zu,
die aussteigenden Fahrgäste haben sich an den noch geschlossenen Waggonöffnungen
zwecks Ausstiegs versammelt. "Eigenlich müsste der Zug doch langsamer werden",
geht mir beim Blick aus dem Fenster durch den Kopf. In diesem Moment fliegen
unzählige Köpfe wartender Passagiere auf dem Bahnhof Bad Oeynhausen am Fenster
vorbei, ungläubiges Gemurmel, leise jedoch steig lauterwerdende Entrüstung und
dann kam sie, DIE Durchsage aus dem Bordlautsprecher (Gold würden die olympischen
Richter derzeit sagen, auch wenn nicht in China pssiert):
Zitatanfang
"Sehr geehrte Fahrgäste. Leider haben wir außerplanmäßig vergessen, in Bad Oeynhausen zu halten. ..."
Zitatende
Wie ein gutes Stück Schokolade, den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!
Es folgten nun Angaben, wie man beim nächsten, ebenfalls "außerplanmäßigen", Ersatzhalt in Löhne
mit dem Ersatzbus nach Bad Oeynhausen kommen könne. Auf der einen Seite
habe ich fürcherlich gelacht, was mir todbringende Blicke aus vielen blutunterlaufenen
Augen einbrachte, auf der anderen Seite war ich sehr traurig darüber, nicht die Gesichter
der Fahrgäste am Bahnsteig in Bad Oeynhausen gesehen zu haben. Ich habe auch schon bei YouTube
nachgesehen, ob nicht jemand zufällig diesen Anblick gefilmt hat... hat niemand.

2. Kurz vor Weihnachten 2006, Bahnhof Hannover, Gleis 11, ich warte auf den IC von Leipzig nach
Köln (ja, genau der von eben, der sich geweigert hat, in Bad Oeynhausen zu halten), als auf
Gleis 12 der Regionalexpress nach Norddeich einfährt. Und wie das so ist, 90% der
diesen Zug nutzenden Fahrgäste steht im Bereich der Treppenaufgänge,
ergo in der Zugmitte und versucht nun, aus diesem Fleischknäuel in den Zug zu gelangen.
Und auch hier kommt sie, die ultimative, absolut "neue" Durchsage aus dem Bahnsteiglautsprecher:
Zitatanfang
"Sehr verehrte Fahrgäste, es handelt sich bei diesem Zug nicht um einen Adventskalender,
sie dürfen deshalb auch gerne die anderen Türchen benutzen."
Zitatende
Ich habe diese Durchsage weder danach noch ein Jahr später zur Weihnachtszeit 2007 wieder gehört.
Vielleicht dieses Jahr?

3. Der RE rollt in den Bahnhof von Hannover ein. Üblich sind ja mittlerweile die Durchsagen,
welche Tür in welche Richtung für das Verlassen des Fahrzeugs zu benutzen ist. Und auch hier
eine moderne Variante eines erfolgsgewohnten GDL-Neumitgliedes am ersten Arbeitstag nach einer
6-wöchigen Kur in Bad Oeynhausen:
"Verehrte Fahrgäste, sollten Sie sich dazu entschlossen haben, hier in Hannover de
 

113. Blöd, lustig aber wahr von M. E. Dorn

Ich verstehe die Rezensionen bei Amazon nicht. Ich habe vor dem Kauf
die Rückseite und die erste Seite im Buch gelesen, um einen Eindruck zu
erhalten, und muss sagen, ich entschied mich (wie viele vor und nach mir),
dieses dann im Bahnhof zu kaufen. Ich habe weder ein pulitzer- noch ein
literaturnobelpreisverdächtiges Buch erwartet, sondern das was es ist,
getreu dem Motto, wo Schokolade draufsteht ist auch Schokolade drin.
Aber solche Leute steigen ja auch unbedarft in das Waggoneigentum ...,
ja von wem eigentlich?, ein. Und sie sind jetzt sicherlich nur ärgerlich
darüber, dass ihnen das Beschriebene passiert ist, eben weil sie das Buch
nicht vorher gelesen haben und jetzt das Buch für ihr leichtsinnig-naives
Vertrauen in das ehemalige Volkseigentum verantwortlich machen.
Ich (tägl. Berufspendler Herford - Langenhagen bei Hannover) konnte mich sehr
gut auf dem Weg zur bzw. von der Arbeitsstelle (Zeit satt!) amüsieren und
immer wieder Parallelen finden. Und musste gerade dann sehr herzhaft lachen,
wenn mich wieder einer dieser schicken Zugbeleiter nach meiner Fahrkarte
fragte und ich das untrügliche Gefühl hatte, Herrn Kurt Schmöller vor
mir zu haben, auch wenn auf dem Namensschild am Revers "J. Schipp" stand.
Da auch ich wie ersichtlich sehr viele km per Bahn zurücklege, muss ich
allerdings sagen, dass mich Verspätungen, die Ausreden zu Verspätungen,
Gleisverlegungen (dibinglisch "trackhopping", "dibi" engl. für die Buchstaben "DB",
"nglisch" der 2. Teil der Wortschöpfung steht für "englisch"), nicht
funktionierende Beatmungssysteme usw. mittlerweile kalt lassen, so kalt,
dass mein bohrender Antwortblick auf das geforderte Fahrkartenvorzeigen
in Herrn Schmöllers Augen ihn bis in seine ausgetretenen Schuheinlagen
erschaudern lässt und den Minibildschirm seines scheinbar 10 kg wiegenden
an der Schulter festgeschraubten Ticketdruck-Bahncardprüfsystems mit einer
dünnen Eisschicht überzieht.
Und doch hat mich der Buchhinweis, dass eine Verspätung innerhalb weniger
Sekunden zu einer Verfrühung mutieren kann, vor kurzem davor gerettet,
den Arbeitsplatz zu spät zu erreichen. Auch weiß ich jetzt, dass die
Bemerkung "Oh, das ist aber echt heftig, Du Armer" auf meine Antwort zur
gestellten Frage, wo ich arbeite und wie mein Arbeitsweg aussieht, sich
nicht auf die Entferung oder Fahrtdauer bezieht, sondern auf die Tatsache,
mich mit der DB auf dieses Abenteuer einzulassen. Ein Freund, der mir anvertraute
"Ich gönne mir dieses Jahr eine Dschungel-Überlebens-Training in Potonesien"
starrte mich entgeistert nach meiner Antwort "Habe ich jeden Tag, in der Bahn" an.
Aber es gibt auch wirklich Lustiges, hier mal drei Zitate aus dem eher steifen
Bahnwortschatz und
 

114. Was unbedingt noch ins Buch muss? von Uli

... na: das Kapitel über die Fahrradmitnahme!
Da ist dann wirklich Mathäus am letzten ... :o(

- der Fahrradwaggon ist immer vorne statt hinten (oder umgekehrt).

- vom Fahrradabteil bis zum reservierten Sitzplatz sinds (mindesten)
10 Wagen zu hangeln, durch die vollgequetschten Gänge, über Koffer,
Schultern, Flaschen, Mäntel, Kinder ...

Ohne Quatsch: auf einer solchen Tour, von Hamburg in den Kohlenpott,
hatte ich von Hamburg bis Bremen!!! gebraucht meinen Sitzplatz zu
finden - waren die Leute wohl sauer, als ich meinen Platz beanspruchte! ...
(sie wussten ja auch nicht wo hin, die Armen, 's war halt arg voll ...).

Hübsch auch die coolness der "Reisebegleiter": sie sind inzwischen so
Transport erprobt (Mensch und Maschine - kein Thema), dass sie lässig
und ohne Klage über den Fleisch- und Drahtknuddel (F+D-Pulk) aus Radlern
und Bikes hinwegsteigen - und dabei noch ihrer Pflicht nachkommen die
Karten zu kontrollieren! Superleistung, akrobatisch. Und die Stimmung
im Rad-Waggonüberhaupt!: ein einziges ziehen an einem Strang ("alle in
einem Boot"), Kameradschaft. Einmal (weil der Drahtknuddel den ganzen
Raum einnahm und ich keine Chance hatte mein noch Rad irgendwo zu
befestigen) stand ich - sage und schreibe von Berlin bis Hamburg:
eine Hand an einer Haltestange (die ich immerhin noch zu fassen kriegte).
die andere am Lenker - trotzdem (nun die erwähnte Verbrüderung): als der
Bedienstete Ticketkontrolleur über eingeschlafene Beine, verhedderte Räder
und Rucksäcke auf mich zugestakt (wie ein Affe sich an den Deckengriffen
haltend, immerhin noch mit einem zähnezeigenden Lächeln), hielt ich ihm
meinen Fahrschein zwischen meinen Zähnen nonchalant hin, woraufhin er
nur augenzwingernd bedeutete: is o.k. und ich, es uns gegenseitig so er-
träglich wie möglich zu machen, meinen Hintern soweit ich konnte (wohl
satte 12 cm) nach hinten schob um ihn passieren zu lassen.
Ja, da menschelt es! (Man kennt das ja: in Katastrophen, Kriegen usw.
besinnen wir uns plötzlich auf die wirklich wesentliche Dinge). Man
kommt an! (Und nur das zählt,)

Und die Rad-Reise als solche. Z.B. Hamburg-Berlin (öfters erlitten, diesen
Tansport): da kenne ich mich nun aus. Nein, nicht in Berlin - in Bad
Kleinen und auf dem Bahnsteig von Schwanen, den Umsteigeplätzen. (Wenn
ich dann nach 4-stündiger Fahrt endlich in Berlin bin hab ich nun wirklich
keinen Bock mehr auf Sightseeing und Berlin.)

... Oder ist das schon drin, in euerm Buch? Ich habs nämlich nur überflogen,
weil ich es ganz schnell in eine Jiffy-Tüte stecken und verschicken muss
- ein Kumpel will sich demnächst völlig unvorbereitet (Buch-los) mit Leib
und Rad in das Abenteuer
 

115. die "Örtchensuche" von Sophie

15 Monate Lübeck- Koblenz- Lübeck (1x monatl.). Do los und So. zurück. Hin ging es immer noch sogar mit Umsteigen und nur ganz geringen Verspätungen. Doch die Rückfahrten waren immer mit Verspätung und Überfüllung versehen. Eine Rückfahrt war die Schlimmste, alles zusammen- keine Reservierungen und viel zu viele Fahrtgäste. Ein Durchkommen zu den Toiletten war schon schwierig! Aber versuchen Sie dann auch noch eine intakte zufinden. UNMÖGLICH! Hiiiilfe 8 Std. Fahrt und keine Rettung in Sicht. Natürlich auch kein Bahnmitarbeiter.
Ganz toll!! Aber ich glaube, ich hätte mich auch nicht aus der letzten noch intakten Toilette getraut um mich von wütenden Fahrgästen beschimpfen zu lassen.
 

116. 200 Personen ohen Umsteigen abgehängt von Martin Mersmann

3 Wochen Sommerurlaub sind vorbei, ich lande mit Familie und Gepäck nach selbstgeplanter Reise unnter anderem mit mehreren Fluggesellschaften, Bussen, aber bisher ohne Bahnen in Düsseldorf. Vorteil: Von da aus muss man nach Aachen nicht umsteigen!
Aber das ist nur notwendige, nicht hinreichende Voraussetzung für das Verhindern von Katastrophen!
Zunächst alles prima, der Zug hat die gewünschte Verspätung, so dass wir am Bahnhof nicht auf den planmäßigen Zuge eine Dreiviertel-Stunde warten müssen, sondern schon nach 5 Minuten einsteigen können. Dafür ist er (Love-Parade in Dortmund) voll mit betrunkenen Zwischensaisons-Karnevalisten.
Obwohl die (fast) alle schon in Düsseldorf-Hauptbahnhof aussteigen, fängt sich der Zug weitere Verspätungen ein und ist nun schon eine Viertel-Stunde hinter dem Zeitplan seines Nachfolgers.
Kurz nach Mitternacht in Düren eine Durchsage: "Dieser Zug fährt aus betrieblichen Gründen nicht nach Aachen weiter, sondern von Düren aus zurück nach Hamm, bitte alle Reisenden aussteigen und mit dem in 10 Minuten kommenden Nachfolgezug nach Aachen weiterfahren. Wir bitten um Ihr Verständnis."
Notgedrungen steigen wir aus, zusammen mit guten 200 weiteren Fahrgästen, viele sehr jung und wohl mit zu Hause oder gar am Heimatbahnhof wartenden Eltern (Love-Parade in Dortmund, wären normalerweise um 23:00 längst zu Hause gewesen, aber GSM-Telefone sind für Bahnreisende ja Voraussetzung).
Nach 10 Minuten von einem entfernten, um diesen Zeitpunkt offensichtlich noch besetzten Bahn-Standort - auf dem ganzen Bahnhof Düren ist kein einziger Bahnmensch - eine bei 200 Leuten absolut unhörbare Durchsage, die nach weiteren 5 Minuten ebenso unhörbar wiederholt wird.
Ein Drücken der Taste (erst Info, irgendwann dann auch Notruf) auf der blauroten Info-Notruf-Säule bringt nach 5 Minuten Bandschleife mit der Nachricht, dass eine Verbindung aufgebaut werde dann die Nachricht, dass ebendiese Verbindung leider nicht aufgebaut werden konnte.
Nach weiteren Minuten wird die unhörbare Nachricht über die Bahnsteiglautsprecher wiederholt, die Wartenden sind jetzt mucksmäuschenstill. Man hätte eine Stecknadel fallen hören, aber von der Durchsage leider nur "... betrieblich ... Ausfall ... Regionalexpress ... leider ... Verständnis".
200 Leute mitten in der Nacht in Düren abgehängt!
Gottseidank hatten wir die 55 (zusätzlich zur Bahnfahrkarte) notwendigen Euros fürs Taxi nach Aachen dabei.
Der Aufschrei "Mehdorn, welcher Idiot soll deine Aktion kaufen?" bekam Szenenapplaus.
es steht zu hoffen, dass - wenn es denn zu einem Aktiengang kommt - die DB-Aktie mindestens nicht so überzeichnet ist, wie die der Telekom...
 

117. Bahnfahrt gleicht dem Stress im Düsenjet von Michael

Fast täglich fahre ich mit der Bahn aus einer Kleinstadt des nördlichen Ruhrgebiets nach Essen, weil ich dort arbeite.
Täglich erlebe und höre ich Szenen, die mich trotz enormer Lautstärke des MP3-Players und Ausweichen in die erste Klasse zum Wahnsinn bringen.
Neben den üblichen Verspätungen, überfüllten Zügen und mangelnder Hygiene erlebe ich jeden Tag pro Fahrt mehrfach das folgende (und zudem lautstarke) Szenario:
Man steigt ein, setzt sich in Ruhe hin und wartet, dass der Zug sich in Bewegung setzt. Nach kurzer Zeit tut er dies. Da im hinteren Teil des erste-Klasse-Abteils zwei ältere Herren (Inhaber des Bärentickets) lautstark ihr Gespräch über die besten Kachelöfen beginnen, wo man sie bekäme und welcher Putz sich besonders eigne, holt man i.d.R. schon mal entnervt die mobile Unterhaltungselektronik aus der Aktentasche. In der Zwischenzeit beginnt ein junger Herr mit Mitgrationshintergrund, der sich selbstverständlich nur zufällig in der Wagenklasse geirrt hat, "seine Perle" am Handy davon zu überzeugen, dass nur sie seine Perle sei. Nebenbei telefoniert er mit einem zweiten Handy, um sich bei seinem Onkel "Ümet" die besten Tipps geben zu lassen. - Natürlich lautstark in seiner den Migrationshintergrund betreffenden Landessprache und so, als ob er allein in diesem Zug wäre.
Also greift der sich in wenigen Minuten in Arbeit sehende Fahrgast schnell zum Kopfhörer, um dieser sinnfreien Kommuniktaion schnell zu entfliehen. - Ah ja, wenn auch nicht Ruhe, dann aber immerhin das, was man gerne hört. Zumindest halbwegs, denn der Nonsens in der näheren Nachbarschaft des Abteils ist immer noch gut wahrzunehmen. Aber... nicht genug. Denn, nach jedem Bahnhof wird in unangenehmer Lautstärke (im erster Klassewagen wahrscheinlich in der aggressivsten Lautstärke, die das Bordsystem so hergibt (wegen der vielen Inhaber des Bärentickets, die sind sowieso alle taub, wenn nicht sogar scheintot)) durchgesagt, welche Köstlichekeiten im Bordbistro zu überteuerten Preisen zu erhalten sind. Die Ansage wird immer von einem Diktiergerät abgespielt und an das Bordmikro gehalten. Klingt immer richtig professionell und schön laut, so dass auch Opa Schmitz, der heute bereits zum 10.ten Mal zwischen Recklinghausen und Gelsenkirchen pendelt endlich weiß, dass man mit frischem Orangensaft und heißen Kaffee zu Spottpreisen so richtig gut in den Tag starten kann. Herrlich. Auf der Rückfahrt gibt es die gleiche Ansage, übrigens auch nach jedem größeren Bahnhof, nur dass dann der O-Saft gegen Kuchen ausgewechselt wird und man nicht mehr in den Tag starten, sondern gefälligst den Feierabend genießen soll (der Kaffee gehört aber nach wie vor dazu). Zur Mittagszeit fahre ich eigentlich nicht, ich kann mir aber gut eine Ansage vorstellen, in der die fettigen Nürnberger zum Kaffee angeboten werden...
Weiterhin unverzichtbar sind die Durchsagen der (nicht) zu erreichenden Anschlußzüge in Wanne-Eickel
 

118. "Expresskauf" von Mike

Bei einem mit "Expresskauf" betitelten Menüpunkt am Fahrkartenautomaten sollte man denken, dass man mit wenigen Klicks an seine Fahrkarte kommt. Aber das ist leider nicht so. Man muss sich zeitraubend durch endloses Geflecht von Menüs hangeln. Vielleicht steht ein "Automatenguide" daneben, der einem mit seinem wenig hilfreichen Vorschlägen noch mehr Zeit raubt. Bis die Fahrkarte dann endlich ausgespuckt wird, ist der Zug wahrscheinlich schon weg, selbst wenn er Verspätung hatte.

Dabei könnte es so einfach sein: Wer "Expresskauf" wählt, wird es eilig haben und selbstverständlich den NÄCHSTEN Zug nehmen wollen, und zwar eine möglichst schnelle Verbindung OHNE Reservierung, und die meisten fahren eh in der zweiten Klasse. Die wenigen notwendigen Auswahlmöglichkeiten könnte man locker auf einer Bildschirmseite unterbringen. Nicht so die DB (Debile Bahn). Expresskauf geht so:

Bitte geben Sie Ihr Fahrtziel ein (eine Tastatur wird aufgeblendet, zum Glück stehen auch einige häufige Ziele daneben, die man direkt anklicken kann). Bitte geben Sie das Datum ein (ein Kalender wird aufgeblendet). Oder wählen Sie HEUTE. Bitte geben Sie die Uhrzeit ein (ein Ziffernblock wird aufgeblendet). Oder wählen Sie JETZT. Wenn man nun denkt, das war's nun, geht es erst richtig los. Wollen Sie direkt fahren oder einen oder mehrere Zwischenhalte eingeben? Nein? Der Automat zeigt dann erstmal sämtliche Verbindungen an zwischen vorhin und übermorgen, inklusive aller Umweg-, Bummelbahn-, Schiffs- und Busverbindungen und braucht ewig für den Bildschirmaufbau (kein Wunder bei den Datenmengen). Dann muss man sich eine Verbindung aussuchen (die eine schnelle mit 45 Minuten Fahrtzeit ist wie ein Osterei in einem Wust anderer Verbindungen mit Fahrtzeiten zwischen 2 und 8 Stunden versteckt). Dass man dazu auf die Kopfzeile eines der Fahrplaneinträge klicken muss, steht nirgends, das muss man durch Probieren herausfinden. Seite um Seite mit mehr oder weniger wichtigen Fragen baut sich nun auf: Möchten Sie eine Rückfahrt dazu buchen? Haben Sie eine BahnCard? Fahren Sie erster oder zweiter Klasse? Ist eine Reservierung gefällig? Nein? (Rote Fehlermeldung poppt auf.) Aber für die von Ihnen gewählte Verbindung ist eine Reservierung zwingend erforderlich. Möchten Sie am Fenster oder am Gang sitzen? Im Großraumwagen oder Abteil? In Fahrtrichtung? (Früher noch: Raucher oder Nichtraucher?) Und nun kommt's: Möchten Sie BahnBonus-Punkte sammeln? Nicht? Wenn Sie sich für unser BahnBonus-Programm registrieren möchten, klicken Sie bitte hier. Mit welchem Zahlungsmittel möchten Sie zahlen? Bitte entnehmen Sie Ihre Kreditkarte und stecken sie noch einmal richtigherum ein. Gute Reise. Ihre drei(!) Belege werden nun gedruckt.....................

Leider ist mein eben gebuchter Zug inzwischen weg. Danke liebe Bahn, aber unter "Expresskauf" hatte ich mir wahrlich was anderes vorgestellt. Und das System wurde in keiner
 

119. Zugfahren macht Spaß von Markus

Die Strecke Kempten-Ulm ist eingleisig. Verspätungen sind da normal. "Warten auf den Gegenzug/Anschlußreisende", "Störungen im Betriebsablauf", man kennt die Sprüche. 10 Minuten sind also gaaaanz üblich. Toll, wenn man nur 7 Minuten Transfer in Ulm nach Stuttgart und nur eine IC-Fahrkarte hat (die nächste gescheite Verbindung ist ein ICE). Der Zugbegleiter (sehr freundlich, fast schon kumpelhaft) bedauert das außerordentlich und gibt mir den Tip, ich solle in Ulm richtig Zoff machen am Servicepoint (aha?). Na gut, bringt auch nicht wirklich was, wenn man dann eine Stunde in Ulm dumm rumsteht und nachher die ermeckerte Fahrkarte keiner sehen will.

Noch besser: „SEV“ Schienenersatzverkehr (wegen Bauarbeiten, wir bitte um Ihr Verständnis) ab Kellmünz an der Iller (kennen Sie nicht? Ja was es nicht alles gibt). Nahverkehrsautomat frisst nur Bares, kennt zwar Stuttgart aber keine Bahncard. Tip vom Schrankenwärter pardon Fahrdienstleitung: Anfangsfahrkarte für 10 EUR kaufen und dann in Ulm tauschen. Der Geldautomat der örtlichen Spaßkasse sei auch nur 5 Minuten entfernt. Ganz großes Kino. Am freundlichen Servicepoint wird mir dann erklärt, das Reisezentrum habe schon geschlossen und ich solle eine Fahrkarte im Zug lösen. Daß ich dann den ICE nehmen muß mangels Alternativen (was auf der Strecke Stuttgart-Ulm echt sinnlos ist), nehme ich in Kauf – ich will HEIM!

Episode 3: Man kann sich nicht lösen voneinander und verabschiedet sich ewig. Im Hinterkopf hat man den Fahrplan Kempten-Ulm, die RE fahren immer so zur vollen Stunde. Nicht jedoch kurz vor 7: der geht schon um 18.52. Also um 18.48 im Empfangsgebäude zuerst einen Schock bekommen, dann die Automaten gesucht. Schlange vor allen Kästen. Vorgedrängelt und dann nach dem „Expresskauf“ feststellen müssen, dass der blöde Kasten keine Karten schluckt (weder Bahn- noch Kreditkarte). Also am anderen Automaten angestellt (18.51). Müsste ja an sich reichen – siehe Absatz 1 – es gibt immer Verspätung!. 18.52 auch im Besitz einer gültigen IC-Fahrkarte. Im Laufschritt ans hinterste Gleis, die Treppe hochgehechelt… kein Zug mehr da. 3 feixende Bahnmitarbeiter, ja, der is pünktlich raus. War ja so was von klar. Der nächste Zug fährt um 19.59 ab… natürlich mit Verspätung, da „Warten auf Anschlußreisende“. In Ulm fährt dann auch nur noch eine Regionalbahn nach Stuttgart, die an wirklich jedem Mülleimer anhält. Hey – warum hab ich eigentlich die teure IC-Fahrkarte gelöst? Nach immerhin 4 ½ Std (von Tür zu Tür) bin ich dann auch schon daheim – mit dem Auto schafft man das, wenns gut läuft, in 1 ½ Std.

Senk ju… aber das darf man sich ja leider in der Regionalbahn nicht anhören ;-)
 

120. Sonderzug wegen defekter Lok von Stefan

ICE München-Köln, irgendwann ist auch die tollste Lok mal kaputt. Blöd nur das ich grad in dem Zug sitze. Es dauert nur wenige Minuten , da kommt auch schon die offizielle Durchsage: Zug ganz doll kaputt, da is so schnell nix zu machen, alle Passagiere können aussteigen, es kommt ganz fix ein Sonderzug und der bringt Sie all eganz schnell nach Hause. *Ich bin skeptisch*
Wär da jetzt nicht auch noch der Zugbegleiter, der gibt dann noch bereitwillig folgende Bonusinfo gibt: Sie könnten auch im Zug bleiben wir wollen versuchen weiterzufahren, wenn wir dann aber doch stehen bleiben, kommen Sie mit Ihrem Ticket nicht mehr weiter. *Ich bin irritiert*
Da ich keine Lust auf Bahnpoker habe, entscheide ich mich für die vermeindlich sichere Variante. *Ich bin ein Trtottel*
Wärend also der kaputte Zug nach ca. 30 Minuten mit wenigen risikofreudigen Probanten weiterfährt, dürfen wir Zurückgebliebene (böses Wortspiel) uns noch einige lustige Verspätungsdurchsagen für unseren Sonderzug anhören.
Zwei Stunden später - meine Beine haben sich auf dem harten Betonbahnsteig inzwischen gefühlte 10 cm in den Bauch gestanden - gehts dann auch gleich, ganz fix, schnell - quasi pronto - heim nach Köln. *Ich bin müde*
Ach ja den angeblich kaputten Zug und seine restlichen Passagiere hab ich nicht mehr zu sehen bekommen, ich muss also annehmen das er sein Ziel erreicht hat. *grummel*

Mein zweiter Versuch mit der Bahn fand mit meiner Frau und unseren 2 Söhnen statt. Es sollte ein schöner Ausflug nach Köln werden. Geplante Fahrzeit mit der Bahn eine gute Stunde; ja, ja ich weiss das ist ein Wiederspruch in sich, geplant und Bahn, aber das wusst ich damals noch nicht, oder hab ich's verdrängt. Naja wie auch immer wir kamen 3 Stationen weit dann gabs Ersatzverkehr (schönes Wort^^). Warten auf Bus ca. 30 Minuten. Busfahrt ca. 20 Minuten. Warten auf Zug nochmals gute 30 Minuten. Und schon gings wieder weiter mit dem Zug. Wir brauchten alles in allem mehr als drei Stunden für eine Strecke, die mit dem Auto entspannt auf eine Stunde zu schaffen ist.
Die Rückfahrt war toll, wir hatten nochmal Ersatzverkehr (xD).

Tja also ich für meinen Teil bin seither keine Bahn mehr gefahren und vertraue statt dessen lieber auf mein Fahrrad und wenn's sein muss auf meinen Smart ;)
 

121. "Nehmen Sie doch den Shuttlebus" von Rahul

25.06. Zwischen Frankfurt und Mainz:
Rund um den von Krähen bei Rüsselheim ausgelösten Dachschaden, den die Bahn am 25.6., schlimmer als an anderen Tagen hatte, hat sie das Desinformationszeitalter eingeläutet. In Raunheim waren angekündigte Pendelbusse auch nach längerem Hin- und Hergelatsche nicht zu finden. Nur ein führungsloser Geisterbus mit der Aufschrift "Sonderfahrt". Das Personal vor Ort wußte vielleicht, wer Europameister werden könnte, sonst nüscht. Telefonat mit Bahnhotline, mit der Frage, wie man nach Mainz komme, führte zur Auskunft, den RMV anrufen zu sollen. Die Tante dort riet in den Shuttlebus einzusteigen. Der ja nun aber nicht da war. "Der muss aber da sein, es steht ja hier im Computer". Weitere Informationen hatte die Dame nicht von der Bahn bekommen, sie sei auch nicht zuständig, sondern die Bahn. Aha. Dutzende Passagiere enternten eine Bahn - und stellten nach Türschluß verdutzt fest, dass sie in die falsche Richtung abfuhren.Irgendwann gings weiter. Aber nicht nach Mainz sondern Kastel, wo das Erreichen des einzig zeitnahen Busses von der offenen Fahrertür eines Bahnmitarbeiters (man wird ja mal in ner engen Gasse lüften dürfen) vereitelt wurde. Mit 1.5 stündiger Verspätung endlich am Mainzer Bahnhof. Aber noch lange nicht im Büro, denn Busse sind in Mainz nur pünktlich, wenn man selbst zu spät ist. Der fast normale Bahnsinn.
 

122. Tariflogik von Mike

Das Folgende hat sich nicht bei der Deutschen Bahn zugetragen, sondern in einem Zug des Betreibers Metronom. Einstieg in den Zug Hamburg-Bremen, vorher war keine Zeit, eine Fahrkarte zu kaufen, also Absicht, eine im Zug zu kaufen. Ich nehme an, dass meine Abokarte vom Hamburger Verkehrsverbund bis irgendwo zwischen Hamburg und Bremen gilt und daher mein Anschlussticket billiger wird, wenn ich die Abokarte der Schaffnerin zeige. Weit gefehlt: beim Anblick meiner Abokarte wird sie ganz nervös und bellt, dass ich keine gültige Fahrkarte hätte und sofort 60 Euro "Erhöhtes Beförderungsentgelt" zu zahlen hätte. Ich frage sie, ob es denn nicht möglich wäre, eine Fahrkarte nach Bremen im Zug zu kaufen, und sie sagt erstaunlicherweise, das wäre möglich. Ich sage, dann hätte ich gerne eine. Sie beharrt jedoch darauf, dass ich ein Schwarzfahrer wäre, weil ich eine HVV-Abokarte hätte. Anschlusskarten dafür ließen sich nämlich nur am Bahnhof am Automaten lösen, aber nicht im Zug. Ich frage "Wenn ich Ihnen meine Abokarte NICHT gezeigt hätte, bräuchte ich kein Strafgeld zu zahlen und könnte eine Fahrkarte nach Bremen bei Ihnen kaufen?" Sie bejaht, beharrt jedoch auf dem Strafgeld, und ich weigere mich, es zu zahlen. Sie sagt, sie werde jetzt telefonisch den Bundesgrenzschutz zum nächsten Bahnhof bestellen und mich aus dem Zug holen lassen. Ich werde laut und drohe ihr mit Konsequenzen, und sie verzieht sich erstmal. Nach zehn Minuten kommt sie kleinlaut wieder angedackelt und verkauft mir endlich mein Ticket nach Bremen.
 

123. Intelligenz pur von Mike

Absicht: nachmittags nach der Arbeit in Hamburg noch mal eben zum Entspannen nach Travemünde an den Strand und abends wieder zurück. Zug fährt 30 Minuten verspätet ab. Eine halbe Minute nach Abfahrt (!!) die Durchsage: "Nächster Halt Bad Oldesloe. Aufgrund einer Streckensperrung endet die Fahrt dort. Zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet." Als erfahrener Bahnkunde würde ich also mal mit einer Verspätung von insgesamt mindestens zwei Stunden rechnen. Warum zum Teufel wurde diese schwere Störung nicht schon auf dem Bahnsteig in Hamburg durchgesagt? Dass das eine Minute vorher noch nicht bekannt war, halte ich für unwahrscheinlich. Dann hätte ich einfach mein Vorhaben abgeblasen und wäre nicht in den Zug eingestiegen, denn was soll ich am Strand, wenn die Sonne schon weg ist? So bin ich im fahrenden Zug gefangen. Der nächste Halt ist (laut Fahrplan) immerhin 40 Minuten entfernt. Der Schaffner versteht gar nicht, warum ich mich beschwere, dass die Ansage erst nach dem Losfahren kam. Er kann den Zug nicht vor Bad Oldesloe anhalten lassen, und so muss ich bis dort mitfahren, auf einen Zug in Gegenrichtung warten und wieder zurückzufahren. Danke liebe Bahn, dass ich fast drei Stunden meines Lebens verloren und 20 Euro für sinnlose Tickets vergeudet habe.
 

124. zugverspätungsausfall... von Ike

6:10 uhr - ich stehe frühzeitig am bahnsteig und harre der dinge die da hoffentlich in form eines zuges kommen mögen. die geplante abfahrt soll 6:20 sein...

6:15 uhr - "s5 von hüben nach drüben verspätet sich um vorraussichtlich 5 minuten - wir bitten um verständnis"

6:19 uhr - "s5 von hüben nach drüben verspätet sich um vorraussichtlich 10 minuten - wir bitten um verständnis"

ich überlege mir eine alternative - will aber noch ein paar minuten abwarten ehe ich den anderen zug über eine andere strecke nehme.

6:27 uhr - "s5 von hüben nach drüben verspätet sich um vorraussichtlich 15 minuten - wir bitten um verständnis"

ich überlege nun doch schnell den anderen weg zu nehmen, entscheide mich aber für die s5. irgendwann muß sie ja kommen - obwohl ich so ein komisches gefühl im bauch habe....

6:30 uhr - ich sehe den anderen zug den ich hätte nehmen können ausfahren.
im gleichen moment:
"s5 von hüben nach drüben fällt aus betrieblichen gründen aus - wir bitten um verständnis"....

damit ist mein termin im eimer da ich nun keine chance mehr habe den anschluß ice zu meinem ziel zu bekommen.

was daran so verrückt ist? ganz einfach - ich bin lokführer und muß eigentlich einen triebwagen aus einem werk abholen - und zwar halbwegs pünktlich weil die bestellten trassen sonst nicht mehr passen und ich überall warten muß. darüber hinaus ist der abzuholende zug bereits verplant und soll eigentlich mittags schon wieder im personennahverkehr laufen....
dort wird dann sicher eine durchsage gemacht:
"der zug von b nach c fällt aus betrieblichen gründen leider aus - wir bitten um verständnis..."

that`s live - that`s eisenbahn...
 

125. Die tollen Bahnbonus-Punkte von Georg Rieppel

Ich war in der glücklichen Lage, ca. 4.000 Bahnbonus-Punkte gesammelt zu haben. Ich benötigte eine Hin- und Rückfahrt von Freiburg nach Schruns in Österreich. Folgendes geschah:
Anruf bei der Bahnbonus-Stelle. Ich bestelle einen Gutschein für eine Hin- und Rückfahrt international für 3.000 Punkte. Am nächsten Tag kommt die Bestätigung per Mail: Vielen Dank usw., Sie erhalten einen Gutschein international, einfache Fahrt, für 2.500 Punkte. Ich rufe an: Ich wollte aber Hin- und Rückfahrt... Antwort der freundlichen Dame: Das geht jetzt nicht mehr, weil von meinen 4 Tsd. jetzt ja schon 2.5 Tsd. weg sind. Ich: Geben Suie mir bitte Ihren Vorgesetzten. 2 Minuten Funkstille. Die freundliche Dame wieder: Wir machen eine große Ausnahme, Sie bekommen den richtigen Gutschein, wir bitten Sie nur, den verkehrten zu vernichten. Am nächsten Tag die Mail von der Bahn: Vielen Dank.... Sie erhalten einen Gutschein für eine Freifahrt international einfache Strecke, 1. Klasse für 3 Tsd. Punkte.
Allmählich werde ich richtig sauer und schreibe eine recht saftige Mail, bei der ich nicht vergesse zu erwähnen, dass wir der Verlag sind, in dem der Bestseller "Senk ju..." erschienen ist und ich diese Geschichte an die Presse geben könnte. Prompte Reaktion, Anruf 1 Stunde später auf meinem Handy: Tut uns furchtbar leid etc., Sie erhalten jetzt endgültig den richtigen Gutschein.
Der kam dann auch, ich damit zum Bahnhof, ein netter Kollege, der nach 20 Minuten verzweifelter Recherche mir mitteilen muss, dass ich mit diesem Gutschein "Freifahrt international" nicht nach Bruns in Österreich fahren kann, da von Freiburg aus der Weg über die Schweiz geht. Es ginge immer nur ein Ausland, das steht nur nirgends, er könne mir da leider nicht weiterhelfen.

Für die Wahrheit dieser aberwitzigen Story verbürge ich mich!
 

126. Reise nach Swiss von Charlotte Böttcher

Ein Jahr lang war ich als Pendlerin mit dem ICE zwischen Freiburg und Basel unterwegs. Wenn mein Zug von Freiburg kommend den Badischen Bahnhof erreichte, musste ich stets dieselbe Durchsage hören: "If ju ar träwelling to Italy, France or Swiss, dont schängsch hia! Schängsch at Basel Main Station." Dieser Hinweis wurde anscheinend nicht vom Band abgespielt: Es war die Stimme des jeweiligen Schaffners zu hören. Es muss also eine falsche schriftliche Vorlage gegeben haben, die von den Zugführern abgelesen wurde - oder alle Schaffner hatten denselben Englischlehrer.
 

127. Ist mir auch passiert von Caro Maier

Und zwar in der S-Bahn vom Flughafen zum Marienplatz. In Englschalking hielt der Zug einfach nicht an. Dann die Durchsage: Meine Damen und Herren, die hier in Englschalking aussteiegn wollten, wo unser Zug seltsamerweise nicht angehalten hat, bitte fahren Sie bis zum Ostbahnhof und nehmen dann den Zug in die Gegenrichtung.
 

128. Auch das gibt es von Karin Walter

betriebsausflug zum Wandern, inklusive Verirrung. mit dem Ergebnis, dass die ganze Crew einsam und veralssen auf einem Dorfplatz steht (ca 15 Personen). Der nächste Bus fährt erst am Tag darauf. Eine Frau schaut aus dem Fenster und fragt nach dem begehr: Man schildert ihr die Sackgasse, in der man steckt. Und sie freut sich: mein Schwiegersohn arbeitet bei der Bahn ich kann mal anrufen! Eigentlich hält an dem kleinen Bahnhof nämlich kein Zug mehr. aber sie macht es möglich,d ass es einen Sonderhalt gibt. Das war allerdings noch zu Zeiten der Bundesbahn...
 

129. Bahnhof verpasst von Iljana

Neulich stand ich wartend am Bahnsteig und musste zuschauen, wie mein Zug an mir vorbeifuhr. Der Fahrer hatte wohl vergessen im Bahnhof anzuhalten und musste dann den Rückwärtsgang einlegen!
 


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